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Nanette Lepore Warum nicht in den USA produzieren?

Nanette Lepore
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Die Modedesignerin Nanette Lepore sprach sich für Textilfabriken vor Ort aus, statt Mode in Übersee zu produzieren

Nanette Lepore, 49, will darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine Textilproduktion vor Ort ist.

Die Designerin spricht sich dafür aus, Sachen in New York zu produzieren, anstatt sie in Übersee anfertigen zu lassen: "Wenn ich etwas habe, das sich gut verkauft, können wir es schnell wieder herstellen und haben es in drei Wochen wieder im Laden. Ich kann das nicht machen, wenn ich es in Übersee anfertigen lasse", gab die Modeexpertin gegenüber "Fashionista.com" zu bedenken. "Ich wollte mehr von der Jacke, die wir aus unserer Resort-Kollektion gleich ausverkauften. Ich konnte sie erst in vier Monaten wieder anbieten. Da war die Nachfrage weg."

Nanette Lepore gab zu, wie sehr sie am Anfang ihrer Karriere zu kämpfen hatte. Sie startete damals mit umgerechnet 3.700 Euro, das wäre heute gar nicht möglich. Ihr Vater nahm eine Hypothek auf sein Haus auf, um seiner Tochter zu helfen, damit sie einen Laden eröffnen konnte. Aber bald war das Geld futsch. Jetzt macht sie sich dafür stark, die Infrastruktur der Branche in New York zu stärken: "Ohne die Fabriken haben wir keine Modebranche. Das sieht die Stadtregierung nicht. Sie begreifen nicht, dass man nicht nur Designer haben kann, man braucht auch die Leute, die dabei helfen, die Stücke anzufertigen."

Lepore zeigte am Mittwoch ihre Kollektion bei der New Yorker Modewoche. Ihre Entwürfe seien von nichts Speziellem inspiriert - es gab Stücke mit Web-Details, Tigerprints, einige Models schwebten in Chiffon den Laufsteg entlang, andere wiederum in Tweed. Während sich viele Designer vom Lincoln Center abwandten, blieb die Modeschöpferin den Zelten treu und hatte eine Idee: "Es wäre doch schön, wenn alle wieder beisammen wären. Warum können wir nicht alle wieder in den Bryant Park gehen? Wenn es dann Shows gibt, die etwas abseits gezeigt werden, wären wir zumindest in der Mitte statt am oberen Ende der Stadt", schlug Nanette Lepore vor.

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