Mulberry: Keine Show auf der London Fashion Week

Im Februar wird das Modelabel Mulberry seine Kollektion nicht auf der Londoner Fashion Week präsentieren - die Suche nach dem Fortgang von Chefdesignerin Emma Hill ist zu zeitintensiv

Mulberry sagte seine Herbst/Winter-2014-Show auf der Fashion Week in London ab, weil noch kein Nachfolger von Modemacherin Emma Hill gefunden wurde.

Das Modehaus verlor die Kreativdirektorin im September, als die Designerin weiter zog. Sie bestätigte, dass sie das Unternehmen im Juni zwar verlassen, aber noch weiter an der Herbst/Winter-2014-Show arbeiten werde. Einen Ersatz hat das Modehaus bis jetzt noch nicht gefunden, weshalb das Unternehmen auch während des Mode-Marathons in der britischen Hauptstadt Zeit braucht, um einen würdigen Ersatz zu finden. "[Das Unternehmen] hat seine Suche nach einem Kreativdirektor noch nicht abgeschlossen und wird deshalb ausnahmsweise keine Catwalk-Show im Februar auf die Bühne bringen", heißt es in einer Stellungnahme gegenüber 'WWD'.

Trotz dessen will das Label bei der Fashion Week irgendwie involviert sein. Das könnte bedeuten, dass das Modehaus eine Party oder eine private Präsentation von Stücken für die wichtigste Modepresse organisieren könnte. "[Wir werden] definitiv an der Londoner Fashion Week mitwirken und in naher Zukunft Details veröffentlichen", wurde in der Stellungnahme weiter erklärt.

Obwohl ein neuer Kreativdirektor noch nicht genannt wurde, gab es in den vergangenen Monaten viele Spekulationen, wer den begehrten Job bekommen könnte. Im Rennen sollen die Designer Erdem Moralioğlu, Roland Mouret, Mary Katrantzou und Sophie Hulme sein.

Emma Hill war die vergangenen sechs Jahre die Chefdesignerin von Mulberry und dessen CEO, Bruno Guillon, gab zu, dass er schockiert von ihrem Fortgang gewesen war. Hill gilt als die Person, die das Modelabel so beliebt und bekannt machte. Es war hauptsächlich ihre Idee, auch Mode zu designen und sich nicht nur auf Handtaschen und Reisegepäck zu beschränken. "Ohne eine Catwalk-Show ist es für eine Accessoire-Marke sehr schwer, die Art Begeisterung zu kreieren, die man dieser Tage braucht, um internationale Anerkennung zu bekommen. Man braucht den Laufsteg, um eine Geschichte erzählen zu können und für einen Laufsteg braucht man Kleidung", erklärte Emma Hill ihren Beweggrund, dass Mullberry auch Mode auf den Markt bringen sollte.

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