Michael Kors: Models sollen Chamäleons sein

Modeschöpfer Michael Kors möchte nicht, dass seine Models alle gleich aussehen.

Michael Kors (54) setzt bei seinen Models auf Vielfalt.

Der Modedesigner möchte, dass auf dem Laufsteg nicht nur seine Kreationen, sondern auch die Damen, die sie tragen, hervorstechen. Deshalb achtet er bei der Wahl auf Einzigartigkeit. "Ich mag den Gedanken, dass Models Chamäleons sein können", erklärt Kors dazu im Interview mit 'Vogue.co.uk'. "Ich mag es nicht, wenn die Models alle gleich aussehen. Für mich ist es unglaublich langweilig, sie in Schaufensterpuppen zu verwandeln. Es ist viel interessanter, wenn verschiedene Altersgruppen, Ethnien, Figurtypen und Körpergrößen dabei sind."

Mit dieser Herangehensweise hofft der amerikanische Fashion-Guru Diskriminierung in der Modewelt Einhalt gebieten und mit dem Klischee vom hochgewachsenen, spindeldürren Model brechen zu können. Außerdem sollen sich Frauen dadurch inspiriert fühlen, individuell zu sein. "Wir lassen eine ganze Skala von Models laufen - von Frankie Ryder, die in ihren späten Dreißigern ist, über Karen Elsen bis hin zu Mädels, die 17 sind und gerade erst anfangen", so Kors stolz. "Wir gehen von den Hellhäutigsten bis hin zu den Dunkelhäutigsten. Wenn ich ein Mannequin-mäßiges Model sehe, langweilt mich das. Und dasselbe gilt für Frauen auf der Straße. Ich will, dass sie ihre eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringen."

Neue Gesichter für sein Label sucht der Modeschöpfer ständig, wobei er vor allem von baltischen Models begeistert ist. "Ich liebe Frauen mit einem tollen, ausdrucksstarken Lächeln. Außerdem scheine ich seltsamerweise eine Estland-Obsession zu haben. Karmen Pedaru kommt aus Estland, Carmen Kass kommt aus Estland. Und dann ist da dieses neue Mädchen namens Elisabeth Erm, das auch aus Estland stammt. Ich glaube, sie sind feminin, sexy und gleichzeitig stark", schwärmte Michael Kors von seinen Models.

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