Michael Kors: Ich lebe in der Realität

Designer Michael Kors kritisierte, dass zu viele Modeschöpfer in einer Traumwelt lebten

Michael Kors, 54, kreiert Designs für "echte Frauen".

Der Modeschöpfer stellte am Mittwoch seine Herbst/Winterkollektion auf der New York Fashion Week zur Schau. Fashion-Experten lobten seine Designs, die für echte Frauen gemacht seien - und sich nicht nur aus untragbaren Klamotten zusammensetzten. Genau das ist auch für Kors der Grundsatz seines Labels: "Ich lebe in der Welt, nicht in meiner Welt. Ich denke, dass einige Designer die Tendenz haben, in einem Elfenbeinturm zu leben und sie vergessen, wie die wahre Welt aussieht. Ja, ich gehe auch einkaufen. Ja, ich laufe tatsächlich über die Straße. Ja, ich weiß, wie es ist, ein sehr hektisches Leben zu leben. Ich denke, ich designe funktionell, aber auch mit Fantasie. Ich versuche immer eine Balance zwischen diesen beiden Dingen zu schaffen und die Leute wissen das zu schätzen", erklärte er im Interview mit "style.com".

Kors zählte zu den vielen Designern, die sich in diesem Jahr dagegen entschieden, ihre Modenschau in den Zelten des Bryant Parks zu zeigen. Der New York Fashion Week wurde in den vergangenen Monaten immer wieder vorgeworfen, zu groß geworden und sich eher an die Fashion-Blogger als an die Einkäufer zu richten. Aus diesem Grund entschieden viele Modeschöpfer, ihre Shows woanders stattfinden zu lassen. Michael Kors präsentierte seine Kollektion in den Spring Studios. Seiner Meinung nach passte die neue Location auch viel besser zu seiner Kollektion. Diese war ein Paradebeispiel für die Verwendung vieler Lagen und graubrauner Farbtöne: Models trugen Miniröcke, lange maßgeschneiderte Mäntel und Pelz-Akzente. Blusen zählten zu den wichtigsten Looks und sind damit ein Vorreiter der wohl angesagten Trends des kommenden Herbst/Winters. "Unterschiedliche Kleidung wirkt an unterschiedlichen Orten. Meine Sachen sind diskret und es geht um die Qualität. Diese besondere Kollektion steckt voller Textur und in einem kleineren Raum kann man diese besser wahrnehmen - man ist viel dichter dran. Tageslicht - vor allem bei dieser Linie - war mir sehr wichtig. Früher hatte ich Modenschauen, zu der 75 Leute kamen. Im Zelt waren es dann bis zu 1.200, da ist es definitiv vorbei mit der Intimität. Wir wollen wirklich, dass der Fokus auf den Designs liegt", führte er aus.

Die Models trugen einen lässigen Beauty-Look - womit der Designer auf seine Vorliebe für Cabrio-Fahrten anspielte. Diese Spritztouren hinterlassen eine hübsche Farbe auf den Gesichtern der Damen und verwuschelte Haare. Genau das wollte er in seiner Show imitieren. Michael Kors hofft, mit den Beauty-Looks auch andere Ladys zu inspirieren, da es seiner Meinung nach nichts Schlimmeres gebe, als Frauen mit zu viel Make-up.

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