Marion Cotillard: "Ein Kunstwerk"

Schauspielerin Marion Cotillard hat sich zu ihrem kontroversen diskutierten Dior-Kleid geäußert, das sie gestern zu den BAFTAs trug.

Marion Cotillard (37) hat gestanden, dass sie sich nicht sofort in ihr BAFTA-Kleid verliebt habe.

Die französische Schauspielerin ('The Dark Knight Rises') überraschte gestern Abend die Fashionfans, als sie bei der schillernden Filmveranstaltung auf den roten Teppich trat. Die schöne Darstellerin verpasste dem verregneten Abend mit einem kanariengelben Dior-Kleid zwar einen dringend benötigten Farbspritzer. Allerdings ereilte sie das gleiche Schicksal, das ihrer Kollegin Jennifer Lawrence (22, 'Silver Linings') bei den kürzlichen SAG-Awards widerfuhr: Sie zeigte mehr, als sie vorhatte. Während Cotillard für die Fotografen posierte, bemerkte sie, dass sie durch den transparenten Stoff ihren ganzen Oberschenkel - und beinahe ihr Hinterteil - entblößte - und war sichtlich schockiert.

Bevor die Französin die BAFTAs besuchte, sprach sie mit 'Vogue.com' über das Kleid und erklärte, dass es nur 90 Minuten gedauert habe, ihren Look zu kreieren. "Länger als das und ich fange an, mich zu langweilen", gestand sie. "Es ist alles sehr einfach. Mein Team zeigt mir eine Auswahl an Kleidern, und ich wähle dasjenige, in dem ich mich am natürlichsten fühle. Als ich das Kleid bei der Dior-Show das erste Mal sah, verliebte ich mich nicht gleich. Das passierte erst, als ich es aus der Nähe sah, diese Farbe, diese kantige Seite - es ist ein Kunstwerk." Die auffällige Robe kombinierte die Filmgrazie mit kräftigem roten Lippenstift und einem überwältigenden Diamant-Choker.

Cotillard ist das aktuelle Gesicht für die Lady-Dior-Kampagne und wird bald eine Tasche für das Label entwerfen. Während des Interviews lobte sie Modemacher Raf Simons, der als Kreativchef von Christian Dior das Ruder von seinem Vorgänger John Galliano übernommen hat. Die Filmschönheit erzählte, dass sie "verblüfft" war, wie schnell sich Simons in seine neue Rolle eingefügt habe. Allerdings beeilte sie sich auch, ihrer Unterstützung für den gefallenen Designer Galliano Ausdruck zu verleihen. Der war von Dior gefeuert worden und hatte einige Zeit in einer Entzugsklinik verbracht, nachdem er dabei gefilmt worden war, wie er bei einem Streit in Paris antisemitische Pöbeleien losließ. Derzeit gibt der Geläuterte sein Mode-Comeback und arbeitet mit Altmeister Oscar de la Renta zusammen.

Für die Schauspielerin gehört er zu den Personen, mit denen sie am liebsten einmal zusammen arbeiten würde. "Ich respektiere John wirklich als Künstler. Es ist schwer zu erklären und ihm zu vergeben, für das, was er getan und gesagt hat, aber Dinge passieren aus einem Grund. Es ging ihm nicht gut. Ich bin so froh, dass er zurück ist. Der Mann ist ein Genie", betonte die Französin. "Ich würde liebend gerne mit Gaultier arbeiten und ich bin besessen von Vivienne Westwood", fuhr sie fort. "Ich traf sie sehr kurz bei einer Veranstaltung im November. Ich sah sie zu Beginn des Abends und dann, direkt am Ende, dachte ich: 'Ich kann nicht gehen, ohne ihr zu sagen, wie sehr ich sie liebe.' Also sprang ich sie an, erzählte ihr, dass ich ihre Arbeit verehre …", schwärmte Marion Cotillard.

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