Louis Vuitton: Noch kein Nachfolger gefunden

Das Modehaus Louis Vuitton stritt Gerüchte ab, dass Nicolas Ghesquière als neuer Designer des Labels feststehen würde. Damit bleibt die Nachfolge von Marc Jacobs weiterhin ungeklärt

Seit Marc Jacobs Anfang des Monats nach 16 erfolgreichen Jahren seinen Abschied von Louis Vuitton verkündete, grübelt die Modebranche um dessen Nachfolger. Das französische Luxusunternehmen versicherte nun, dass bisher keine Entscheidung bezüglich einer Nachfolge des Designers getroffen wurde.

Nach seiner Frühjahr/Sommermodenschau 2014, die Jacobs zu Beginn des Monats in Paris präsentierte, bestätigte der Designer, dass er seinen Posten bei dem französischen Luxuslabel verlässt. Daraufhin spekulierten die Medien, dass Nicolas Ghesquière (42) seine Nachfolge antreten könnte, nachdem dieser sich im letzten Jahr von Balenciaga verabschiedete. Gestern berichtete die Webseite "Luxury Society", dass der französische Modeschöpfer als neuer Louis-Vuitton-Designchef bestätigt wurde. Diese Behauptung dementierte das Modehaus jetzt aber öffentlich: "Bisher wurde keine offizielle Entscheidung getroffen", betonte ein Sprecher.

Fashion Week Paris

Frühjahrsmode im Pariser Herbst

Louis Vuitton Frühjahr/Sommer 2014
Louis Vuitton Frühjahr/Sommer 2014
Louis Vuitton Frühjahr/Sommer 2014
Marc Jacobs verabschiedet sich. Es war seine letzte Show für Louis Vuitton.

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Diese Bemerkung entspricht auch den Worten von Bernard Arnault (64), dem Vorsitzenden des Mutterkonzerns LVMH. Das Unternehmen steht hinter Louis Vuitton und als Jacobs das Label verließ, erklärte Arnault, dass sie sich bei der Entscheidung für einen Nachfolger Zeit lassen würden. "Keine Entscheidung ist getroffen. Wir werden eine treffen müssen. Das passiert nach der Show, dann wird darüber nachgedacht und entschieden. Es wird aber keine Entscheidung sofort gefällt", erklärte er auf "wwd.com".

Seit seinem Fortgang von Balenciaga ist es ziemlich ruhig um Ghesquière geworden, dessen Rolle Alexander Wang (29) übernahm. In einem Interview mit dem Magazin "System" sprach er aber über seine Entscheidung, einen neuen Weg einzuschlagen. Er klagte, dass ihn das Label "ausgesaugt" habe und dass ihn die Arbeit am Ende nicht mehr "erfüllte".

Die Kommentare verärgerten die Label-Bosse, die ihn nun für die angeblich beleidigenden Bemerkungen belangen lassen wollen. In diesem Monat kommt der Fall vor Gericht, bei dem Nicolas Ghesquière auf 7 Millionen Euro verklagt wird.

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