Lanvin: Nostalgische Jubiläumskollektion

Der Kreativchef der Nobelmarke Lanvin, Alber Elbaz, schaute sich die Archive des Labels an, um sich Inspiration für seine neueste Linie zu holen

Alber Elbaz feierte gestern mit einer umwerfenden Kollektion das 125. Jubiläum von Lanvin.

Um die lange und beeindruckende Geschichte des französischen Modeunternehmens zu ehren, entwarf der Kreativchef eine von Nostalgie geprägte Linie, die er diese Woche im Rahmen der Paris Fashion Week der Öffentlichkeit vorstellte. Wie Alber im Backstage-Bereich der Show verriet, durchkämmte er die Archive der Firma, um sich inspirieren zu lassen. Ganze Ideen wollte der Fashion-Guru aber nicht übernehmen, sondern sich stattdessen einfach nur von den Designs der Label-Gründerin Jeanne Lanvin (†79) beeinflussen lassen. Schließlich kam ihm der Gedanke, die neueste Kollektion mit dem Thema "Alles oder nichts" im Hinterkopf zu kreieren. Dementsprechend war die Fashionshow in zwei Teile unterteilt.

Der erste Teil konzentrierte sich aufs "Nichts", also auf simple Kreationen. Das erste Model stolzierte deshalb auch in einem schlichten schwarzen Kleid über den Laufsteg. Schlicht bedeutet bei Lanvin aber nicht langweilig! Ganz im Gegenteil: Die Robe schmiegte sich perfekt an den Körper der Catwalk-Beauty und brachte ihre Figur zur Geltung. Außerdem sorgte der asymmetrische Schnitt - die eine Schulter des Models lag bloß, die andere war von einem kurzen Ärmel bedeckt - für eleganten Pep. Auch die weiteren Designs waren einfach gehalten, zogen das Publikum aber genau deshalb in ihren Bann. Weiß, Blau, Schwarz und Beige dominierten dabei die Linie farblich. Unter anderem stach eine weiße Robe hervor, die mit einem goldenen Gürtel verziert war. Andere Kleider machten mit oberschenkelhohen Schlitzen auf sich aufmerksam, während einige Models mit Blazern im Oversized-Stil glänzten.

In der zweiten Hälfte der Show ging es dann schon etwas aufwendiger zu, passend zum Thema "Alles": Viele der Schöpfungen waren mit Spitze und Stickarbeit verziert. Neben Röcken und Jacken beeindruckte vor allem ein langer, goldblauer Brokat-Mantel, kombiniert mit einem ähnlich gefertigten Rock.

Von Balmain gab es indes eine sexy Kollektion, zu dem sich der kreative Kopf des Labels, Olivier Rousteing, vom freizügigen Kleidungsstil der R"n"B-Prinzessin Rihanna (26, "We Found Love") inspirieren ließ. Einige seiner Kreationen waren durchsichtig gehalten, und zeichneten sich durch Maschenmuster aus. Die meisten der Outfits waren zudem körperbetont geschnitten und sorgten für eine lange Silhouette bei den Trägerinnen. "Es ist nichts falsch daran zu sagen, dass Sex-Appeal heutzutage modern ist und dass es dazugehört, Sexiness zu erforschen", schwärmte Olivier gegenüber "WWD" von seiner Linie. "Ich glaube, dass meine Generation viel Sexiness aufweist. Ich liebe die Tatsache, dass man heutzutage sexy und einflussreich sein kann. Für mich geht es bei Sex-Appeal nicht nur um die Form. Es geht auch ums Durchsichtige!"

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