Kris Van Assche: Immer spät dran

Modeschöpfer Kris Van Assche ist mit seinen Designs "immer spät dran", weil er so damit beschäftigt ist, über andere Kollektionen zu sprechen

Kris Van Assche macht sich Sorgen: Redet er zu viel, anstatt zu arbeiten?

Der künstlerische Leiter bei Dior Homme rührt zur Zeit die Werbetrommel für die neue Linie des Labels. Er genießt es zwar, Interviews zu seinen Stücke zu geben, doch der Modestar sorgt sich, dass er die nächste Kollektion aus den Augen verliert. "Ich kam gestern hierher [nach New York] und reise morgen zurück [nach Paris]. Es macht zwar viel Spaß, nach Shanghai zu fliegen und Shows und Installationen hier in New York zu haben, aber ich muss immer noch die Kollektion machen", bekräftigte er gegenüber "WWD". "Das ist das Problem. Es geht immer darum, Kollektionen, die gemacht wurden, zu präsentieren und zu erklären, aber es bedeutet nicht, dass die nächste nicht fertiggestellt werden müsste. Ich bin sowieso immer spät dran."

Der belgische Designer ist vielbeschäftigt und hat neben seiner Arbeit für Dior Homme auch noch sein eigenes, nach ihm benanntes Label. Außerdem hat er große Freude daran, sich mit anderen Künstlern zusammenzuschließen, wie zum Beispiel mit dem Musiker Yoann Lemoine (31, "Iron"). Gemeinsam arbeiteten die beiden an Van Assches Herbst/Winter-Linie-2011 für Dior Homme. Sehr zur Freude des französischen Künstlers. "Ich habe herausgefunden, dass meine Arbeit als Musiker und Regisseur mit seiner Arbeit als Designer Sinn macht", erklärte Lemoine. "Weil wir dieselbe Liebe zum Formalismus und Handwerk haben, und auch einen Sinn für Ernsthaftigkeit. Ich denke, wir sind beide sehr rigoros in unserer Arbeit und wir machen die Dinge ernsthaft. Wir machen keine Witze darüber, was wir tun."

Zwar schafft es der Designer nur auf den letzten Drücker, aber er schafft es: So feierte Kris Van Assche am Freitag seine neue "Dior Homme"-Linie im New Yorker Laden des Labels in SoHo und bei einem Dinner im ACME-Restaurant.

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