Karl Lagerfeld: Kritik an Selfies

Designer Karl Lagerfeld verglich den Selfie-Trend mit "elektronischer Masturbation". Der erfolgreiche Modezar findet, dass nur in den wenigstens Fällen die Bilder tatsächlich gut aussehen

Auch wenn er selbst nur zu gerne Fotos seiner Katze Choupette postet, hält Karl Lagerfeld, 80, nichts von Selfies. Der Chanel-Designer ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. In einem Interview waren nun Online-Selfies das neueste Ziel seiner Kritik.

Lagerfeld erklärte, dass er nicht nachvollziehen könne, warum man Fotos von sich selbst online veröffentliche, von denen die seltensten tatsächlich auch gut aussehen. "Das sind die furchtbaren Dinger, wo man verzerrt ist. Das Kinn ist zu groß, der Kopf zu klein. Bitte, das ist doch elektronische Masturbation", sagte er im Interview mit der britischen Zeitung "The Guardian".

Social Networks

Star-Gezwitscher 2014

Zeit zum baden für Elizabeth Hurley. Ihren Fans auf Instagram will sie dieses Ereignis nicht vorenthalten.
Die Familie Willis macht einen rasanten Ausflug.
Nicole Riechie und Kate Hudson verbringen den Abend zusammen bei den "People Magazin Awards".
Katy Perry will hoch hinaus. Auf Instagram grüßt sie ihre Fans mit diesem Foto.

507

Das war aber bei Weitem nicht die einzige Kritik, die der Modestar während des Interviews zum Besten gab. Opfer seines Missfallens waren auch tätowierte Leute, weil sie "nie wieder sauber werden würden". Außerdem warnte er Frauen ab 25 Jahren, besonders auf sich zu achten, weil sie ab dem Alter schnell "schlampig" würden.

Lagerfeld sorgt mit seinen modischen Kreationen ebenso wie mit seinen Show-Kulissen immer wieder für Aufsehen. Seine neueste Herbst/Winter-Kollektion präsentierte er vor der Kulisse eines Supermarktes und die Models, zu denen auch Cara Delevingne, 21, gehörte, schoben Einkaufswagen über den Laufsteg. Nach der Show versuchten viele Besucher, Teile der Kulissen zu erhaschen. "Ich sah das später in einem Video und die Bodyguards holten die Dinge wieder aus ihren Taschen. Das hätte ich nicht von den Leuten erwartet, die sonst zu meinen Shows kommen", sagte Lagerfeld und fügte hinzu, dass die Lebensmittel später an Obdachlosenunterkünfte geliefert werden sollten.

Neben seiner Arbeit bei Chanel ist Lagerfeld auch als Designer für Fendi tätig und besitzt sein eigenes Label. Das bedeutet, dass er jährlich um die 17 Kollektionen kreiert, doch er selbst hält sich nicht für zu beschäftigt. Durch die Liebe zu seinem Job fühle es sich nicht wie Arbeit an und tatsächlich fürchte er, nicht mehr alles verwirklichen zu können. "Ich bin nie zufrieden mit dem, was ich mache. Ich denke immer, dass ich faul bin, dass ich es vielleicht besser machen könnte. Ich könnte mich mehr anstrengen und ich habe immer das Gefühl, dass dort eine Glaswand ist, durch die ich nicht hindurch komme. Aber vielleicht ist es ja auch vorbei, wenn ich das geschafft habe", befürchtete Karl Lagerfeld.

Themen

Erfahren Sie mehr: