Julien Macdonald: Beliebter Gesprächspartner

Modedesigner Julien Macdonald landet ständig in endlosen Unterhaltungen, weil er offenbar ein sehr guter Gesprächspartner ist

Taxifahrten dauern für Julien Macdonald, 43, häufig sehr lange, weil die Fahrer so gerne ein Schwätzchen mit ihm halten.

Der Waliser wird besonders in Großbritannien häufig auf der Straße erkannt, immerhin designte er nicht nur bereits für Chanel und Givenchy, sondern trat auch in der TV-Show "Britain"s Next Top Model" auf und gewann dadurch viele Fans.

"Ich lebe in Notting Hill [London], da ist alles okay, aber die Portobello [Road] runter - oje! Da sind unglaublich viele Leute. Und wenn ich ein Taxi erwische, komme ich nicht mehr raus. Alle Taxifahrer kennen mich", lachte er im Interview mit der britischen Zeitung "The Telegraph". "Wenn man mit High End Fashion zu tun hat, sieht man die Kunden, die die Kleidung kaufen, so gut wie nie. Aber ich habe noch keinen Designer gesehen, der in einem Elfenbeinturm lebt. Diese Befriedigung, wenn normale Leute Dinge wie "Dein Kleid gekauft! Gehe heute Abend aus! Welche Schuhe sollte ich deiner Meinung nach tragen?" fragen - das ist ein schöner Lohn."

Neben seiner Arbeit im High-Fashion-Bereich kreiert Julien auch für die britische Ladenkette Debenhams. Seine "Star"-Kollektion gibt es bereits seit 14 Jahren und er ist stolz darauf, einer der ersten gewesen zu sein, die eine solche Linie ihr Eigen nennen konnten.

Mittlerweile arbeiten Shops wie H&M häufig mit namhaften Designern zusammen, die schwedische Kette holte sich jüngst Alexander Wang, 31, ins Haus. Als Julien mit seiner Kollaboration begann, war das Projekt visionär.

"Als ich anfing, mit Debenhams zu arbeiten, wurde das als etwas angesehen, das die eigene Marke schwächt. Jetzt denken viele Leute: "Lasst uns ein paar von diesen kommerziellen Linien für die High Street machen, die zahlen uns viel Geld und wir können uns zurücklehnen und entspannen.' Allerdings entpuppt sich das für viele als Strohfeuer. Vielleicht hat man in Modekreisen einen Namen, aber wenn du in ganz Großbritannien verkaufen musst, oder sogar in Übersee, bist du lediglich ein Name auf einem Kleiderbügel, den niemand kennt", betonte Julien Macdonald.

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