Joseph Altuzarra Solidarität unter Designern

Joseph Altuzarra
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Modeschöpfer Joseph Altuzarra berichtete, dass die New Yorker Designer seiner Generation zusammenhalten.

Joseph Altuzarra (29) findet es toll, in New York mit anderen Modeschöpfern seines Alters befreundet zu sein.

Der Designer für Luxus-Damenmode spricht aber mit Freunden wie Alexander Wang (29) nie über die Arbeit: "Man hält zusammen. Es gibt in New York dieses Gefühl, dass unsere Generation zusammenhalten muss", berichtete der Franzose gegenüber dem britischen Magazin 'Grazia'. "Wir haben alle zusammen Karriere gemacht und deshalb unterstützen wir uns sehr. Von allen stehe ich Alex wohl am nächsten, aber wir sprechen nie über Mode! Wir passen da sehr auf und reden noch nicht einmal über die Filme, die wir gesehen haben. Wenn es also Ähnlichkeiten gibt, können wir es kaum glauben. Ganz ehrlich, wir sind im selben Alter, wir leben in New York, aber die Art, wie wir die Dinge interpretieren, unterscheidet sich auf wichtige Weise."

Joseph Altuzarra zog nach New York, da er sich in der französischen Modeszene nicht wohlfühlte. "In Paris gibt es die Ansicht, dass man ohne Folter oder Masochismus nichts kreieren kann und das finde ich nicht. In New York gibt es dagegen eine unglaubliche Gemeinschaft, die von Anna Wintour angeführt wird und das ist sehr hilfreich. Nach meiner ersten Saison griff Anna zum Hörer und sagte 'Barneys', dass sie doch meine Kollektion haben sollten. Das passiert woanders nicht."

Auch die frühere Chefredakteurin der französischen 'Vogue', Carine Roitfeld (58), sei eine ständige Inspirationsquelle für den Modeprofi. Altuzarra hat eine genaue Vorstellung für wen er entwirft: "Meine Kundin ist eine richtige Frau, kein Mädchen. Sie ist definitiv nicht 25 Jahre alt. Sie ist sexy und kann etwas mit der Idee von Verführung anfangen. Meine Entwürfe sind geprägt von der Gegensätzlichkeit französischer und amerikanischer Mode. Auf der einen Seite hat man diesen pragmatischen Stil, der Komfort und Funktionalität ausdrückt. Auf der anderen Seite hat man diesen französischen Vibe, der rauchiger, sinnlicher, sexueller und subversiver ist."

Für den Designerstar ist Mode aber nicht alles: "Ich fand es immer wichtig für meine geistige Gesundheit, dass mein Glück nicht allein an meinen beruflichen Erfolg hängt. Ich weiß, ich klinge jetzt wie ein Yogi, aber da ich diesen Ausgleich habe, ermöglicht er es mir, Risiken einzugehen", sinnierte Joseph Altuzarra.

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