Joseph Altuzarra: Mode um der Mode willen

Fashion-Star Joseph Altuzarra bewundert die simple Einstellung amerikanischer Designer zur Mode

Für Joseph Altuzarra muss Mode hauptsächlich tragbar sein.

Der aus Frankreich stammende Designer blickt gerne zu seinen Kollegen in den USA, da diese seiner Meinung nach die richtige Einstellung zur Fashion-Welt hätten. "Es gibt Dinge an der amerikanischen Mode, die ich sehr bewundere", äußerte sich der Wahl-New-Yorker im Interview mit der britischen Zeitung "The Independent", "und zwar der Gedanke, dass Kleidung Kleidung ist und man nicht unbedingt eine philosophische Botschaft in jeder Kollektion braucht. Letztendlich geht es darum, dass man die Kleidungsstücke tragen kann."

Inzwischen nennt Joseph zwar den Big Apple sein Zuhause, doch er weiß es zu schätzen, in Frankreich aufgewachsen zu sein. Dort nehme Mode nämlich eine besondere Stellung ein: "Sie ist ein so wichtiger Teil der französischen Kultur und die Franzosen sind stolz darauf, dass man davon ständig umgeben wird", schwärmte der Modeschöpfer, der für seine sexy Damenbekleidung bekannt ist. "Das war schon immer etwas, was ich mochte - als Teenager hauptsächlich, nicht als Kind. Ich glaube, das kam daher, dass ich recht unbeliebt in der Schule war. Ich war ein Nerd und wurde nicht wirklich akzeptiert. Das war in Paris." In der Mode fand er jedoch einen Weg, sich selbst zu finden. "Der Gedanke, dass man durch coole Kleidung sein ganzes Sozialleben verändern kann ... das war etwas, was mein Interesse an der Mode weckte", erinnerte sich der kreative Kopf. "Der Gedanke, dass Mode eine umgestaltende Wirkung haben kann, sie ist etwas, das dich verändern kann."

Bei der New York Fashion Week präsentierte Joseph kürzlich seine Frühling/Sommerkollektion 2015, die vor allem von Bleistiftröcken und aufgeknöpften Blusen geprägt war. Dazu erklärte der Designer: "Ich nehme gerne Dinge, die nicht unbedingt offenkundig sexy sind und mache sie sexy. Ich bin von Fetischen fasziniert und wie sie mit geheimen Bedürfnissen und Verlangen verbunden sind. Auf gewisse Weise könnte man das wohl pervers nennen", kicherte Joseph Altuzarra.

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