John Galliano: Er geht vor Gericht

Die Klage des Designers John Galliano gegen seine ehemaligen Arbeitgeber wird im Oktober vor dem Pariser Gericht verhandelt.

John Galliano (52) verlangt Schadensersatz von Christian Dior.

Der britische Modeschöpfer wurde im Jahr 2011 von seinem Posten als Kreativchef bei Christian Dior gefeuert, nachdem er in einen Skandal verwickelt war: Bei einer Auseinandersetzung in einem Café gab Galliano antisemitische Pöbeleien von sich und ein Beobachter der Szene filmte ihn dabei.

Dior behauptet, dass der Designer zum Zeitpunkt seiner Entlassung als unabhängiger Unternehmer tätig war. Galliano hingegen besteht darauf, dass er als Angestellter bei dem Luxus-Label arbeitete und ein Gehalt bezog. Jetzt fordert er Schadensersatz und seine Anwältin Chantal Giraud-van-Gaver bestätigte, dass der Fall am 24. Oktober vor Gericht verhandelt werden wird. Obwohl keiner die Gerüchte bestätigte, soll Galliano eine Summe zwischen 5,5 und 6,2 Millionen Euro fordern.

Der Designer arbeitete 15 Jahre lang für Christian Dior. Bei seinem Prozess behauptete er, dass er zu dem Zeitpunkt des Zwischenfalls in dem Café unter Stress stand und mit Suchtproblemen zu kämpfen hatte. Später begab er sich in eine Entzugsklinik in den USA und zog sich aus dem Licht der Öffentlichkeit zurück.

In diesem Jahr startete er sein Comeback in der Modeindustrie mit einem kurzen Aufenthalt im Modeatelier von Oscar de la Renta (80) in New York. Dort half John Galliano dem Modemacher bei den letzten Vorbereitungen für die Frühjahr/Sommershow 2013 auf der New York Fashion Week.

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