Jasper Conran: Ich brauche mein Arbeitspensum

Designer Jasper Conran würde sich furchtbar fühlen, wenn er weniger arbeiten müsste

Jasper Conran, 54, kann sich nicht vorstellen, weniger zu arbeiten.

Der britische Modeschöpfer entstammt einer Fashion- und Geschäftsdynastie, sein Bruder Sebastian ist ebenfalls Designer, ebenso wie sein Vater Terence, 83,, der darüber hinaus als Restaurator und Händler bekannt ist.

Jasper hat alle Hände voll zu tun: Er kümmert sich um sein nach ihm benanntes Label, arbeitet schon lange mit der britischen Handelskette Debenhams zusammen und ist der Kopf von "The Conran Shop", eine Schatzkiste für Einrichtungsgegenstände. Der Shop wurde von Terence gegründet, aber Jasper übernahm 2012 das Ruder. Ob ihm manchmal alles zu viel wird? Davor muss man wohl keine Angst haben: "Es würde mir furchtbar gehen, wenn ich das nicht alles machen würde. Ich kriege das hin. Es liegt mir in den Genen, Arbeit abzuliefern", lächelte Jasper im Gespräch mit dem "ES Magazine".

Im Geschäft ist Jasper seit den 70er-Jahren und bekam in dieser Zeit die enormen Veränderungen der Branche mit. "Es wird in der Mode ein unrealistischer Druck auf zerbrechliche Menschen ausgeübt; diese Idee, dass sensible, kreative Menschen 24 Stunden am Tag arbeiten können müssen und dann noch feiern gehen, wie sie es nun einmal tun und bis zu einem gewissen Punkt auch tun müssen. Mit der Vergesellschaftung des Stils geht eine gewisse Rücksichtslosigkeit einher: diese großen Konglomerate verlangen zu viel. Jemand wie John [Galliano] kann so schnell an seine Grenzen gebracht werden", warnte Jasper Conran.

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