J.W. Anderson: Rüschen-Shorts sind ein Hit

Designer Jonathan Anderson war überrascht, wie viele seiner gerüschten Shorts er verkaufte.

Die Rüschen-Shorts von J.W. Anderson erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Herren der Schöpfung - sehr zur Überraschung des Designers Jonathan Anderson.

Der Modemacher ist bekannt für seine Unisex-Styles und bietet den gleichen Look in ähnlicher Ausführung in seinen Damen- und Herrenkollektionen an. Seine Herbst/Winterkollektion 2013 für Herren sorgte dabei für Aufruhr: Die Linie beinhaltete schulterfreie Tops, überdimensioniert große Mäntel, unter denen die Models nackt waren und winzige Shorts mit Rüschen. Viele Modejournalisten kritisierten die Kreationen als unvorteilhaft und eher für Frauen geeignet. Aber genau das entsprach Andersons Geschmack und war sehr erfolgreich: "Wir haben diese Looks verkauft!", lachte er im Interview mit der britischen Zeitung 'The Guardian'. "Ich war wirklich überrascht, wie viele Rüschen-Shorts wir verkauften."

Jonathan Anderson ist der neue Designer vom Versace-Label Versus und tritt damit in die Fußstapfen von Christopher Kane (30). Im vergangenen Monat präsentierte er seine Debüt-Kollektion, für die er sich von den 90er Jahren inspirieren ließ. So zeigte er abgeschnittene Oberteile mit hochtaillierten und seitlich geschlitzten Röcken. Auch Strick-Looks in Neon und große Sicherheitsnadeln, die an Elizabeth Hurleys (47) berühmte Kleider erinnern, stellten die Models zur Schau. "Das war gut. Es holte mich aus meinem Wohlfühlbereich heraus. Ich dachte als erstes darüber nach, wie ich Versus auf meine Art und Weise darstellen kann", erklärte er.

Der Star ließ sich von dem Material aus den Archiven des italienischen Labels inspirieren. Beim Betrachten der alten Kampagnen und Kollektionen bekam er eine klare Vorstellung davon, wie seine Debüt-Linie aussehen sollte. "Ich denke, die Leute haben das Label vergessen und wie sehr das Image kopiert wird. Ich wollte zeigen, wie wichtig Versus in der Geschichte der Mode war. Im Endeffekt will man als Designer Objekte kreieren, die die Leute in eine andere Welt entführen, und die - von dem Model getragen - den Wunsch erwecken, das selbst sein zu wollen", erklärte Jonathan Anderson.

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