Inès de La Fressange Ich liebe Mode

Inès de la Fressange
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Model Inès de la Fressange will auch mit 99 Jahren noch bei Topshop einkaufen gehen.

Inès de la Fressange (55) sieht sich in 40 Jahren im Rollstuhl beim Shoppen.

Die Muse von Luxuslabel Yves Saint Laurent versicherte in einem Interview, dass sich ihr Interesse für Mode mit dem Alter nicht verringert habe. Kürzlich verkündete die Französin die Rückkehr ihres gleichnamigen Modelabels und zeigt mit ihren 55 Jahren auch sonst keine Anzeichen, kürzer treten zu wollen. "Ich kann Ihnen sagen, dass schick sein nicht nur mit der Mode in Zusammenhang steht. An einem gewissen Punkt muss man lernen, was einem steht. Und obwohl ich mein ganzes Leben in der Modeindustrie verbracht habe, steht mir die Laufstegmode nicht. Aber ich liebe Kleidung und ich denke, dass es viel schicker ist, teure Sachen mit günstigeren Designs zu kombinieren. Auch wenn ich 99 Jahre alt bin, werde ich noch in meinem Rollstuhl bei Topshop einkaufen gehen", lachte sie gegenüber 'Grazia'.

Das Model arbeitet seit über vier Jahrzehnten in der Modebranche. Doch obwohl sie oft von einem ruhigeren Leben geträumt habe, könne sie sich nicht vorstellen, sich zur Ruhe zu setzen. "Ich würde gern mit dem Arbeiten aufhören, aber sie lassen mich nicht! Die Leute verstehen nicht, dass ich eine alte Dame bin und sie können mich einfach nicht mehr so oft in Flugzeuge stecken!", witzelte sie. "Aber meine Arbeit ist nicht wirklich wie Arbeit. Okay, in der Mode muss man jederzeit bereit sein, die Tür zu öffnen, ans Telefon zu gehen und den Müll rauszubringen. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, jemals genug davon zu haben … Ich war viele Jahre lang ein dummes französisches Mädchen, das intellektuell sein wollte und ich beschwerte mich über meine Modelkarriere, ich fand es nicht kreativ … aber ich habe inzwischen realisiert, wie viel Glück ich im Leben hatte."

Inès de la Fressange ist auch als Repräsentantin für Roger Vivier tätig, das Gesicht von L'Oréal Paris und eine erfolgreiche Autorin. Auf die Frage, wie sie ihre vielen Verpflichtungen unter einen Hut bringe, räumte sie ein, dass das Private oft unter dem Beruflichen leide: "Das Geheimnis ist, dass ich es nicht ausbalanciere. Mein Hund ist zu dick, ich habe nie Zeit, mit ihm spazieren zu gehen und wenn ich ihn sehe, finde ich ihn erbärmlich. Zu Hause müssten alle Glühbirnen ausgetauscht werden und unser Teppich hat Löcher. Das einzige Essen im Kühlschrank ist eine Packung Schinken, der langsam seine Farbe ändert. Mein Freund beklagt sich immer und ich habe nie Zeit für eine Maniküre, also sehen meine Nägel furchtbar aus. Nichts ist perfekt, Gott sei dank, sonst wäre ich wohl eine Statue!"

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