Hermès: Letzte Show für Hermès

Designer Christophe Lemaire entführte mit seiner Frühjahr/Sommerkollektion 2015 noch einmal in die luxuriöse Welt von Hermès

Christophe Lemaire, 35, beendete gestern die Paris Fashion Week und seine Ära bei Hermès.

Vier Jahre lang arbeitete der Designer für das Modehaus, das er nun verlässt, um sich auf seine eigene Linie zu konzentrieren. Zu diesem Anlass kreierte er eine elegante Frühjahr/Sommerkollektion in Sorbet-Tönen, mit der er das Publikum direkt in die Wüste entführte: Die Models schritten über fein gestäubten Sand vor langen Vorhängen in Gelb und Orange. Der erste Look stimmte die Zuschauer auf die Show ein und so trug das Model einen einfachen weißen knielangen Mantel mit trichterförmigem Halsausschnitt. Dank der geschlitzten Seitenpartie wogte die längere Rückenpartie im Gleichschritt mit dem Model. Dazu trug sie braungraue Hosen mit Bündchen sowie Plateau-Schuhe in der gleichen Farbe. Die erste farblich auffällige Kreation bildete eine leichte Jacke in einem kräftigen Senfgelb, die einem Model um den Hals geschlungen war und vorn locker wie ein Schal herunterfiel.

Lemaire zeigte eine ganze Reihe von Jacken, darunter kurze Varianten kombiniert mit lockeren schwarzen Hosen und flachen Schuhen sowie längere Versionen kombiniert mit knielangen Röcken. Insgesamt wirkte Lemaires Hermès-Kollektion relaxt und sportlich, gleichzeitig aber auch elegant und luxuriös. Sogar die Röcke saßen eher locker als figurbetont, der Einsatz von Leder und anderer Texturen sorgte für Spannung.

Auch Miu Miu stellte gestern [1. Oktober] am letzten Tag der Paris Fashion Week seine Frühjahr/Sommerkollektion 2015 zur Schau und ließ sich dabei von dem Film "Female Trouble" inspirieren. Im Unterschied zu vielen anderen Designern griff Miuccia Prada nicht auf die 70er Jahre, sondern eher auf die späten 50er und frühen 60er Jahre zurück. Die Kollektion erschien zwar erwachsen, war aber auch mit einer ganzen Menge mädchenhafter Attitüde versehen - als ob sich ein junges Mädchen am Kleiderschrank seiner Mutter bedient hat. Ungewöhnliche Farb- und Musterkreationen sorgten für einen eklektischen Stil. Zu den Highlights zählte ein enger roter Bleistiftrock mit Rüschendetail, kombiniert mit einen Chiffon-Top, der mit Schleifen und Knöpfen verziert war. Dazu trug das Model das Deckhaar streng zurück frisiert, die unteren Haare fielen ihr offen über den Rücken. Auch in dieser Modenschau spielten Jacken eine wichtige Rolle - diesmal waren sie kurz gehalten und mit runden Schulterpartien versehen. Die Mischung vieler verschiedener Farben wie rot, türkis, gelb und blau sorgte für eine dynamische, jugendliche und coole Atmosphäre.

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