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Frida Giannini Launch von umweltfreundlicher Handtaschenlinie

Frida Giannini
© CoverMedia
Das Modehaus Gucci kreierte eine umweltfreundliche Handtaschenkollektion.

Gucci setzte sich beim Kreieren einer "grünen" Handtaschenlinie mit dem kompletten Produktionsprozess auseinander und griff auf umweltfreundliche Methoden zurück.

Das italienische Luxuslabel gab zusammen mit der Umweltaktivistin Livia Firth eine Pressekonferenz, um die neue Handtaschenlinie zu promoten. Firth vertritt die Meinung, dass die Modeindustrie sich mehr für die Umwelt engagieren sollte, und ist bekannt dafür, auf den roten Teppichen Hollywoods in umweltfreundlichen Designs aufzutreten. Guccis neue Kollektion ist aus legal produzierten Materialien aus dem brasilianischen Amazonasgebiet hergestellt. Zuvor stellte das Label sicher, dass durch den Herstellungsprozess die Abholzung in der Region nicht unterstützt wird. Die Linie, die für die Green Carpet Challenge Handbag Collection kreiert wurde, besteht aus drei Exemplaren, die aus burgunderrotem Leder sind und Quasten haben.

Gucci gehört zum Modekonglomerat PPR und der Firmenchef François-Henri Pinault sprach in einem Interview über die Schritte des Labels auf dem Weg zu einer umweltfreundlicheren Produktion: "Wir haben zum Beispiel eine Gerberei bei Gucci, die schon seit einer Weile organisch arbeitet. Alle rohen Materialien, die wir in der Luxus-Division benutzen, und vor allem bei Gucci, stoßen einen Denkprozess in der kompletten Handelskette an", erklärte er auf 'WWD'. Vizepräsidentin Diana Zanetto fügte hinzu: "Wir hoffen, dass wir zu Pionieren werden und anderen Labels in der Modeindustrie als Vorbild gelten."

Die Taschen sind seit einigen Monaten im Handel erhältlich und tragen allesamt das Zeichen GCC (Green Carpet Challenge). Zu jedem Design gibt es ein Dokument, dass die Herkunft der Materialien belegt.

Livia Firth zeigte sich begeistert, wie sehr PPR sich in ihrem Projekt engagiert. Ihrer Meinung nach ist Gucci das erste große Modehaus, das einen wichtigen Schritt in Richtung umweltfreundlicher Produktion geht. Firth schaffte den Kontakt zwischen Frida Giannini und der Rainforest Alliance und der National Wildlife Federation, die moralisch vertretbare Rinderfarmen auswählten. "Ich habe in den zwei Jahren, die bis zu dem Launch vergangen sind, viel gelernt. Als ich das erste Mal von der National Wildlife Federation hörte, erfuhr ich, dass zwei Drittel Abholzung in Brasilien von den Rinderfarmen verursacht wird. Das wusste ich nicht. Heute haben wir fünf zertifizierte Farmen. Es ist sehr sehr wichtig, dass es zur Tagesordnung eines Luxuslabels wird, die richtigen Anforderungen an die Lieferkette zu stellen. So können aus fünf Farmen zehn werden und später zwanzig", erklärte die Gucci-Designerin.

CoverMedia

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