François-Henri Pinault: Nicolas Ghesquière war unglücklich

Der PPR-Chef François-Henri Pinault erklärte, dass Nicolas Ghesquière nicht mehr glücklich bei Balenciaga war.

François-Henri Pinault (51) hatte den Eindruck, dass Nicolas Ghesquière unzufrieden bei Balenciaga war.

Im November des vergangenen Jahres gaben Sprecher von Balenciaga bekannt, dass der Design-Chef Nicolas Ghesquière das Modehaus nach 15 Jahren verlasse. François-Henri Pinault berichtete, dass er den Modeschöpfer nicht gekündigt habe, sondern dass sein Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht erneuert wurde. "Nicolas arbeitete bereits an anderen Projekten und das beinträchtigte seine Arbeit bei Balenciaga. Er war dort offensichtlich nicht mehr glücklich. Nicolas hatte keine gute Verbindung zu seinem Team mehr. Alle Designer, die für Kering arbeiten, haben meine Handynummer. Wir schreiben uns alle regelmäßig SMS - Hedi, Sarah Burton … wir tauschen immer unsere Ideen aus. Immer wenn ich in Paris bin, treffe ich mich mit ihnen", sagte er in einem Interview mit der britischen Zeitung 'The Telegraph'.

Der französische Geschäftsmann erklärte, dass PPR seinen Namen in Kering ändern werde, wenn die Aktionäre beim jährlichenTreffen am 18. Juni mit dem Vorschlag einverstanden seien. PPR/Kering besitzt neben Balenciaga auch die Modemarken Gucci, Alexander McQueen, Boucheron, Bottega Veneta, Stella McCartney und Yves Saint Laurent.

Pinault erläuterte auch, dass Designer in der Regel sehr sensible Individuen seien - seiner Meinung nach hänge das mit ihrer Arbeit zusammen. Der Milliardär sitzt bei den Modenschauen seiner Labels regelmäßig in der ersten Reihe. Dennoch wollte er nicht verraten, welche Kollektionen er bevorzuge. "Ich mag und schätze ihre Persönlichkeiten. Ich werde sie aber nicht auf einem kreativen Level beurteilen. Ich habe Leute um mich herum, die ein kreatives Urteil abgeben können. Ich sehe ihre Kollektionen vorher nie. Manchmal gehe ich einige Tage vor der Show in den Showroom, aber man muss vorsichtig sein, wenn man seine Meinung sagt", fügte François-Henri Pinault hinzu.

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