Emma Hill: Kein Abschied vom Modezirkus

Designerin Emma Hill will auch nach ihrem Abschied von Mulberry die Fashion-Industrie bereichern.

Emma Hill bleibt der Modewelt auch weiterhin erhalten.

Die Designerin stellte am Wochenende im Rahmen der London Fashion Week ihre letzte Kollektion als Kreativchefin von Mulberry vor und schloss damit ihre sechsjährige Laufbahn bei dem englischen Label ab. Aus der Modeindustrie wird sich Hill deshalb aber nicht zurückziehen, wie sie im Interview mit dem 'Telegraph' betonte. "Ich verschwinde keinesfalls von der Bildfläche", versicherte sie der Zeitung. Ihre berufliche Zukunft sei bisher aber noch ungewiss.

Während ihrer Zeit bei Mulberry erweiterte Hill das Repertoire der Marke, die sich zuvor auf den Verkauf von Luxus-Handtaschen und Reisegepäck konzentriert hatte. Dank der Modeschöpferin bietet das Label nun auch Konfektionskleidung an. "Ohne eine Catwalk-Show ist es sehr schwer für eine Accessoire-Marke, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, die heutzutage nötig ist, um internationale Anerkennung zu bekommen", erklärte die Fashion-Expertin dazu. "Man braucht den Laufsteg, um eine Geschichte zu erzählen - und um eine Laufsteg-Show zu machen, braucht man Kleidung."

Als Hill zu Mulberry stieß, machte das Modehaus eine wirtschaftliche Flaute durch, die mithilfe der Designerin und ihren mutigen Kreationen überwunden werden konnte. "Man sollte sich nicht zu sehr auf die Verkaufszahlen versteifen. Ich glaube, dass wenn man ein tolles Design kreiert, sich das auch verkauft", meinte sie. "Manchmal kann eine Rezession die Stärken eines Labels hervorbringen - wenn das, was man macht, authentisch wirkt." Mulberry habe dies mit seinem klassisch-britischen Stil geschafft. "Ich glaube, dass Mulberry erschwinglichen Luxus repräsentiert", lautete das Fazit von Emma Hill.

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