David Bailey Mehr als "nur" ein Modefotograf

David Bailey
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Der Künstler David Bailey ist glücklich, dass er tolle Modestrecken fotografieren kann, möchte aber nicht vergessen lassen, dass er auch in anderen Bereichen Talente besitzt

David Bailey, 76, hat zwar kein Problem damit, als Modefotograf zu gelten - doch es gibt noch andere Gebiete, in denen er glänzt.

Der britische Fotograf gilt in der Fashion-Welt als einer der besten Künstler. Er ist zufrieden mit seinem Standbein, doch will nicht, dass dieser Zweig seine ganze Karriere definiert. Seit 54 Jahren arbeitet er mit der britischen "Vogue" zusammen und saß vor Kurzem mit der Herausgeberin Alexandra Shulman zusammen, um über ihre Partnerschaft zu sprechen. "Mir macht es nichts aus, Modebilder zu machen. [Richard] Avedon war kein Modefotograf, er war ein Fotograf. [Irving] Penn war kein Modefotograf, er war ein Fotograf. Es gibt ein paar Fotografen, oder wie immer man sie nennen möchte, Künstler…, die beides können und manche können nur Modebilder machen. Die meisten Modefotografen machen einfach Modebilder", erklärte er.

Die beiden unterhielten sich in einem "Hugo Boss"-Geschäft in London, um die neue Ausstellung "Bailey"s Stardust', die die Marke sponsert, zu feiern. Dort zeigt sich, wie breit der Star aufgestellt ist. In der Vernissage werden einige der berühmtesten Bilder ausgestellt, wie beispielsweise eine Schwarz-Weißaufnahme von Kate Moss, 40,. Aber das Wichtigste ist eben: Abwechslung. "Ich mache auch Fotos von anderen Dingen wie Spatzen. Alles ist da, um fotografiert zu werden. Ich liebe alles, man sieht sich im Raum um. Alles, was in diesem Raum ist, wurde von jemandem designt. Ich möchte nicht als Modefotograf begrenzt werden, oder noch schlimmer: als Promi-Fotograf. Oder Paparazzi. Promi-Fotograf ist wohl die schlimmste Sache, mit der man mich beleidigen kann", sinnierte er.

Die Ausstellung geht noch bis zum 1. Juni und es werden mehr als 250 Bilder gezeigt, die David Bailey selbst ausgesucht hat. Was ihm sehr wichtig ist: Er will sich mit seiner Arbeit nie an der Vergangenheit orientieren. "Es wird niemals einen Avedon geben, weil es diesen Moment nicht geben wird, man wird diese Kleidung nicht mehr so haben. Diese Zeit wird niemals zurückkommen, weil sie nicht mehr existiert, sie ist fort. Und diesen Punkt der Modefotografie wird es nie wieder geben."

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