Daria Werbowy: Ich musste die Stop-Taste drücken

Model Daria Werbowy sprach über die Gründe für ihre Karriere-Pause

Daria Werbowy, 30, nahm eine Auszeit, als sie realisierte, vor lauter Arbeit den Bezug zu den wichtigen Dingen im Leben verloren zu haben.

Das Model zählt zu den gefragtesten Stars der Szene und landete im Laufe seiner Karriere über 50 internationale "Vogue"-Titelseiten und Werbekampagnen mit Labels wie Prada, Balenciaga, Diane von Furstenberg und Lancôme. Trotz ihres überragenden Erfolges traf sie 2008 die Entscheidung, eine Auszeit von der Mode-Branche zu nehmen. "Wenn man so ein schnelllebiges Leben führt, dann verliert man den Bezug zu den wirklich wichtigen Dingen. Im Endeffekt war ich nicht glücklich, also habe ich die Stop-Taste gedrückt", berichtete sie im Interview mit dem "Wall Street Journal".

Das Model hat sich schon immer für andere Kulturen interessiert, doch mit seinem vollgepackten Terminkalender konnte es seine Reiselust nicht mehr ausreichend befriedigen. Werbowy verbrachte viel Zeit in Peru, Kanada, New York und Irland, doch aufgrund ihrer Modeljobs musste sie ständig in andere Länder und Städte reisen. Jetzt wählt sie nur noch die Kampagnen aus, die sie wirklich interessieren - eine Einstellung, die sie nur noch beliebter bei den Designern macht. "Wenn ich arbeite, dann arbeite ich sehr hart. Wenn ich mir frei nehme, dann tue ich auch das sehr hart", lachte sie.

Das ukrainisch-kanadische Model hat noch eine zweite, große Leidenschaft: die Fotografie. Zu Beginn war das lediglich ein Hobby, doch mittlerweile haben sich ihre Bilder in eine lukrative Tätigkeit verwandelt. Im kommenden Monat wird ihre erste Arbeit in diesem Metier veröffentlicht: Werbowy fotografierte eine Kampagne für das französische Label Equipment. Doch gab sie sich nicht nur mit der Arbeit hinter der Kamera zufrieden, sondern posierte selbst als Model und sorgte für das richtige Styling. In der Kampagne erkennt man sie mit der blonden Perücke und in den Verkleidungen kaum wieder. "Ich interessiere mich sehr für unsere Besessenheit mit der Identität, das war also eine Möglichkeit, mich selbst mit meinem Selbst herauszufordern. Die Fotografie macht mir Angst. Aber ich halte es für sehr wichtig, das zu tun, was einen am meisten einschüchtert", erklärte Daria Werbowy ihre Motivation.

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