Collien Ulmen-Fernandes: "Ich bin ein Stubenhocker"

Viel beschäftigt und immer top gestylt - das ist Collien Ulmen-Fernandes. Die Moderatorin über Wohlfühl-Klamotten und modische Vorbilder.

Moderatorin, Schauspielerin, Model, Autorin und Mutter - Collien Ulmen-Fernandes ist viel beschäftigt, aber trotzdem immer top gestylt. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt sie, warum Styling-Vorbilder nicht funktionieren, wie sie ihre Freizeit am liebsten verbringt und warum sie die Verehrung von Promis unsinnig findet.

In wessen Kleiderschrank würden Sie gerne mal stöbern?

Collien Ulmen-Fernandes: Ach da gibt es eigentlich niemanden. Ich würde mich ziemlich unwohl dabei fühlen, in den Sachen fremder Leute herumzuwühlen.

Was machen Sie am liebsten, wenn es draußen richtig ungemütlich und kalt ist?

Ulmen-Fernandes: Da bin ich tatsächlich eher ein Stubenhocker. Es gibt ja auch Leute, die ausgiebige Winterspaziergänge mögen, aber sobald es auch nur ansatzweise kalt wird, ziehe ich mich lieber zurück und mache das, was man drinnen eben so macht: auf der Couch liegen, Filme schauen und Essen bestellen. Sogar im Sommer tendiere ich eher dazu, daheim zu bleiben. Wir sind so viel unterwegs, da genießen wir es einfach zu Hause zu sein.

Achten Sie denn auch bei Männern aufs Styling?

Ulmen-Fernandes: Männer haben es da so gut. Bei Events zum Beispiel reicht eine schwarze Hose und ein weißes Hemd. Das können auch immer die gleichen Teile sein und niemand sagt irgendetwas. Wenn ich aber zweimal dasselbe Kleid trage, werde ich sofort darauf angesprochen. Mode-Journalisten haben ein wahnsinniges Gedächtnis und schreiben dann direkt einen negativen Artikel darüber. Auch die Designer sehen es nicht gerne, wenn man etwas von Ihnen zwei Mal trägt. Dabei würde mir ein einziges schönes Abendkleid völlig reichen. Das würde ich dann ab jetzt zu allen Veranstaltungen ausführen.

Sie sind Mutter einer zweijährigen Tochter. Überlegen Sie ganz genau, was Sie ihr anziehen?

Ulmen-Fernandes: Mittlerweile redet sie da schon selbst mit. Früher konnte man ihr alles anziehen, aber heute sagt sie ganz klar ihre Meinung und gibt mir Anweisungen. Was sie gerne mag, sind Sachen mit Tier-Motiven. Ich hatte mal ein T-Shirt auf dem ein Hundewelpe abgebildet war, auf das sie extrem eifersüchtig war. Jedes Mal wenn ich das trug, sagte sie "Mama, ich will den Hund anziehen." Daraufhin habe ich ihr ganz viele Oberteile mit Hunden darauf gekauft.

Haben Sie selbst ein Vorbild in Sachen Mode?

Ulmen-Fernandes: Es gab schon eine Zeit, in der ich versucht habe, mir Dinge abzuschauen. Aber ich habe festgestellt, dass Styling-Vorbilder nicht funktionieren. Man muss darauf achten, was einem selbst steht. Es gibt Frauen, die einfach etwas Abgerocktes haben und sogar im schicken Abendkleid lässig aussehen. Eine Alexa Chung zum Beispiel ist ein burschikoser Typ und wirkt dadurch auch im Chanel-Kleidchen noch natürlich. Ich bin mit meinen langen, gelockten Haaren eher mädchenhaft und sehe im gleichen Teil dann schnell extrem tussig aus.

Gibt es eine Person, die Sie in ihrem Leben unbedingt noch treffen möchten?

Ulmen-Fernandes: Überhaupt nicht. Durch die ganzen Interviews, die ich geführt habe, habe ich gelernt, dass gute Musiker oder Schauspieler nicht auch automatisch gute Menschen sein müssen. Ich finde ohnehin diese ganze Verehrung von Prominenten Schwachsinn, weil viele von ihnen privat totale Idioten sind. Andererseits gibt es Leute, die echt schlechte Musik machen, dafür aber sehr nett und lustig sind. DJ Bobo ist das beste Beispiel im positiven Sinn. In den letzten 14 Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass man die Persönlichkeit nicht mit der Kunst gleichsetzen darf.

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