Carine Roitfeld: Deshalb arbeitet sie für 'Harper's Bazaar'

Stylistin Carine Roitfeld akzeptierte das Angebot von "Harper's Bazaar', weil sie die Modestrecken "genial" findet

Carine Roitfeld, 59, genießt die Freiheit bei "Harper's Bazar", selbst die Fotografen, Models und Kleidung für ihre Modestrecken wählen zu können.

Bis 2011 arbeitete die Fashion-Expertin als Chefredakteurin der vom Condé Nast veröffentlichten französischen "Vogue". Im darauffolgenden Jahr wurde sie zu einem Meeting mit Hearst Magazins eingeladen, in dessen Verlauf ihr die Position der Mode-Direktorin der Zeitschrift "Harper's Bazaar" angeboten wurde. In dieser Position kreiert sie Modestrecken, die in allen 30 Ausgaben der Publikation weltweit abgedruckt werden können - etwas, dass sie so noch nicht kannte. "Ich halte das für eine geniale Idee, einem Editor die Möglichkeit zu geben, eine Geschichte zu machen - exakt 17 Seiten -, bei der er völlige Freiheit bei der Wahl des Fotografen, der Models und der Kleidung hat. Und die gleiche Geschichte geben wir zur gleichen Zeit an 30 Länder weiter", schwärmte sie gegenüber "WWD". "Das ist der Grund, warum ich das Angebot angenommen habe - nicht, weil ich mehr Storys machen oder mich an Condé Nast rächen wollte. Es war einfach sehr interessant und ich hatte so etwas noch nie vorher gesehen."

Ihr neuestes Projekt für "Harper's Bazaar" ist das bisher ambitionierteste: Im März begann die Französin mit der Arbeit und beendete sie erst zwei Monate später. Es handelt sich um ein Portfolio von Bildern starker Frauen, die Sebastian Faena schoss. Zu den gewählten Damen zählen Lady Gaga, Linda Evangelista, Cindy Crawford, Joan Smalls, Penélope Cruz, Lara Stone, Claudia Schiffer und Brooke Shields. Obwohl Carine Roitfeld regelmäßig die Cover-Seiten für die Publikation produziert, können die einzelnen Magazine selbst entscheiden, ob sie sie wählen. Momentan tun das zwischen 10 und 15 Zeitschriften und die amerikanische Ausgabe wählte das Foto von Lady Gaga (28, "Bad Romance') als Titelseite seines neuen Magazins.

Ein besonderes Material verbindet all ihr Fotos: "Für alle Ikonen benutze ich Netzstrümpfe. Sie sind mein Bindeglied", erklärte Carine Roitfeld den Einsatz von Netzstoffen in Form von Strümpfen und Handschuhen.

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