Beyoncé Knowles: Cavalli-Skizzen retuschiert

Nachdem Roberto Cavalli seine Skizzen von Sängerin Beyoncé Knowles veröffentlichte, rumort es, dass der Star digital verändert worden sei.

Die Skizzen von Beyoncé Knowles (31) in einem vielfarbigen Roberto-Cavalli-Kleid wurden zum hitzigen Diskussionsthema.

Die Amerikanerin ('Baby Boy') präsentierte die wunderschöne Musselin-Seiden-Kreation des berühmten Modehauses während einer Bühnen-Performance im Rahmen ihrer "The Mrs. Carter Show World Tour". Gestern veröffentlichte Designer Cavalli (72) seine Design-Skizzen für die atemberaubende Robe auf seiner offiziellen Facebookseite zusammen mit einem Foto von Knowles in der fertigen Kreation. Die Entwürfe des Modemachers haben seitdem bei einigen Fans einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, die behaupten, die sinnlichen Kurven der Sängerin seien entfernt und an ihrer statt eine verlängerte, verschlankte Version benutzt worden, die nichts mit der Realität zu tun hat.

Kostüme

Bühne frei für Skurrilität

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Die veränderten Fotos, die Knowles unnatürlich dünn aussehen lassen, brachten dem Kleid-Designer viel Kritik ein. Auf Cavallis Facebookseite wurde er mit Kommentaren niedergemacht, weil er ein "unrealistisches Ideal" dargestellt habe. Ein Fan schrieb: "Warum würdest du so eine Skizze machen, die ganz klar ihre Form nicht widerspiegelt?!" Und ein weiterer Anhänger der Musikerin fügte hinzu: "Wenn das hier eine Skizze von Beyoncé sein soll, warum zeichnet man dann nicht tatsächlich Beyoncé statt eines imaginären Abbildes, das dem Status Quo für krank aussehende Laufstegmodels entspricht??" Der Schuss ging für den Fashionmacher ganz klar nach hinten los, auch ein anderer Fan hätte lieber ein realistischeres Abbild seines Idols gesehen. "Ich verstehe wirklich nicht, warum Marken Frauen zwingen, einer bestimmten Körperform zu folgen, die die meisten Leute unattraktiv finden", hieß es in dem Kommentar.

Beyoncé Knowles selbst ist bekanntermaßen strikt gegen digital veränderte Fotoaufnahmen. Vor Kurzem machte sie Schlagzeilen, nachdem sie Berichten zufolge H&M dazu aufgefordert hatte, unveränderte Bilder für die gemeinsame Bikini-Kampagne zu verwenden. Der Popstar ist das Gesicht der Sommerkollektion 2013 des beliebten Bekleidungsunternehmens und war weltweit in der Bikini- und Strandmoden-Werbung von H&M zu sehen. Wie es heißt, sei die Sängerin anfänglich verärgert gewesen, dass man sich ihren Fotos redaktionell angenommen hatte.

"Als Beyoncé herausfand, dass sie die Art, wie ihr Körper wirklich aussieht, bearbeitet hatten, ging sie an die Decke", hatte ein Insider damals der britischen Zeitung 'The Sun' erzählt. "Sie ist eine wahre Diva und war fuchsteufelswild, dass man sie so gleichgültig behandelte. Ihre Leute weigerten sich, den Fotos grünes Licht zu geben, daher war H&M gezwungen, die Originale zu benutzen." Ein Sprecher der schwedischen Kleiderfirma gab zu, dass es "Diskussionen" über die Aufnahmen gegeben habe, versicherte jedoch, dass die finalen Fotos nicht verändert worden seien. "Wie bei allen Kampagnen gab es Diskussionen dazu, welche Fotos verwendet werden sollten", erklärte der Sprecher. "Sowohl H&M als auch Beyoncé sind sehr glücklich mit dem endgültigen Resultat."

Es bleibt abzuwarten, was Beyoncé Knowles nun zu Roberto Cavallis künstlerischer Freiheit sagen wird. Wiedererkennen dürfte sie sich auf den Skizzen jedenfalls nur schwer.

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