Ashish Gupta: Pailletten sind Kunst

Der Designer Ashish Gupta führt das Pailletten-Element in seinen Designs fort, da seiner Meinung nach die glitzernde Verschönerung eine Kunstform ist

Ashish Gupta (39) erklärte, dass er Pailletten immer schon als Kunstform wahrgenommen hat.

Während andere Modeschöpfer die Glitzer-Applikationen zeitweise als billig titulierten, fand Gupta sie schon immer toll - sie wurden sogar zu seinem Markenzeichen. Der Kreative wuchs in Indien auf und zog nach London, als er dort am renommierten Central Saint Martins College of Art and Design angenommen wurde. "Als ich damit anfing, Pailletten auf den Kleidungsstücken zu benutzen, wurden sie als billige Verzierung betrachtet, aber ich dachte schon immer, dass sie eine Kunstform seien. Mit Pailletten zu arbeiten, ist ziemlich technisch, es bringt eine komplett andere Art mit sich, mit dem Material zu arbeiten." Von seiner Umwelt wird sein Hang zu den Ausschmückungen oft nicht verstanden. "Die Leute fragen mich, wieso ich immer noch mit Pailletten arbeite, aber sie sind [für mich] nicht weniger berechtigt [da zu sein], als [andere Dinge] bei einem Label, deren Markenzeichen Trenchcoats oder Digitalprints sind", erklärte der Designer der britischen Zeitung 'The Telegraph'.

Das Modehaus ist außerdem für seine leuchtenden Farben bekannt und so lieben Stars wie Madonna (55, 'La Isla Bonita') und Miley Cyrus (21, 'Wrecking Ball') die Kreationen von Gupta.

Bis zur Mode-Spitze zu gelangen, war kein leichter Weg - ein Trip nach Paris endete sogar fast im Desaster für den frisch graduierten Studenten. "Als ich meinen Master machte, ging ich für ein paar Bewerbungsgespräche nach Paris, aber mir wurde am Gare du Nord meine Aktentasche geklaut. Es war der schlimmste Moment meines Lebens. Ich musste meinen Tutor dazu bringen, dem Hochkommissariat in Paris einen Brief zu schreiben, weil ich keine Papiere hatte und nicht zurück nach England konnte", erinnerte er sich an die dramatische Zeit. Dann führte es ihn wieder zurück in seine Heimat. "Danach ging ich nach Indien und machte eine kleine Kollektion aus zehn Stücken. Ein Moderedakteur vom 'Tank'-Magazin sah und liebte sie. In der nächsten Woche bekam ich einen Anruf von Einkäufern bei Browns [Mode-Boutique und Webseite aus London.] Seitdem führen sie meine Stücke", freute sich Ashish Gupta über seinen Erfolg.

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