Anya Hindmarch: Mehr als nur Markenprodukte

Designerin Anya Hindmarch glaubt, dass ihre Kunden nicht nur an ihren Produkten, sondern auch an deren Entstehung interessiert sind.

Anya Hindmarch will nicht nur ihre Kreationen verkaufen, sondern auch Hintergrundwissen vermitteln.

Die britische Handtaschen-Designerin ist überzeugt, dass ihre Kunden nicht nur an Markenprodukten, sondern auch dem Handwerk dahinter und der Entstehung interessiert sind. Im Interview mit 'The Telegraph' nannte sie ihren bekannten 'Georgiana Tassel' - einen aus einer reich verzierten Quaste bestehenden Schlüsselanhänger - als Beispiel. "Wir filmten den Entstehungsprozess und stellten das Video online - die Umsätze verdoppelten sich daraufhin", freute sich Hindmarch. "Die Leute lieben die handwerkliche Seite des Ganzen. Sie wollen wirklich schöne, maßgefertigte Produkte. Es gibt jetzt diese Bewegung, dass die alten Werte - reich, reich, Geld, Geld und all dieser Quatsch - nicht mehr ansprechend sind. Hinter der Botschaft von Luxus muss mehr stecken."

Von Markenbildung - dem sogenannten Branding - hält die Modeschöpferin indes nicht viel. Sie lege mehr Wert auf die Entwicklung ihrer Produkte und das Team, das sie um sich schart. Was das Design von Handtaschen angeht, so sehnt sich die Britin nach der Schlichtheit der alten Tage. "Ich erinnere mich an die Taschen meiner Mutter. Die waren wunderbar gefertigt, aber überhaupt nicht protzig. Das war kurz vor der Geburt der Designertasche. Ich finde es sehr schick, wenn auf deinem Hab und Gut nicht überall das Logo von jemand anderem prangt", meinte Anya Hindmarch.

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