Amy Winehouse: Maßgeschneiderte Kleider

Sängerin Amy Winehouse ließ sich viele ihrer Outfits schneidern, insbesondere die von ihr so geliebten 50er-Jahre-Kleider.

Amy Winehouse (†27) ließ sich ihre Kostüme aus körperformendem Elastikmaterial herstellen, damit sie darunter ihre geliebten Rüschenhöschen tragen konnte.

Die Sängerin ('Back to Black') galt trotz ihrer jungen Jahre als Stilikone. Die Hochsteckfrisur war ihr Markenzeichen, ebenso wie die Kleider im Stil der 50er Jahre, die sie trug. Stylistin Naomi Parry verriet jetzt im Interview mit der Zeitschrift 'Grazia' wie es zu dem Look kam: "Als wir uns das erste Mal begegneten, war sie eher im Stil von Rockabilly unterwegs. Also entschlossen wir uns dazu, ihr für tagsüber 'Fred Perry'-Polohemden, Shorts, Westen und BHs als Bühnenoutfit zusammenzustellen. Irgendwie wurde das dann genau ihr Stil und ihr typischer Look entwickelte sich daraus", so die Stylistin der in 2011 verstorbenen Sängerin.

Einen Trend aus längst vergessenen Zeiten zu rocken, war nicht so einfach, wie sich das die beiden Damen am Anfang vorgestellt hatten. Zum Glück fand Parry eine Lösung: "Letztendlich musste ich die Kleider für sie anfertigen lassen, denn es wurde immer schwieriger, enge Kleider im Stil der 50er und 60er Jahre zu finden. Wir mussten figurformende Unterkleider darin einnähen lassen, denn sie liebte die gerüschten französischen Unterhöschen so sehr - die passten nicht unbedingt gut unter ein hautenges Kleid", plauderte die Stylistin aus.

Obwohl der Winehouse-Look auf den ersten Blick sehr zeitintensiv wirkte, schaffte es die Sängerin oft, in weniger als einer Stunde fertig für den großen Auftritt zu sein. Parry erinnert sich gerne an ein fluoreszierendes gelbes Preen-Kleid, das Winehouse bei den BRIT Awards 2006 trug. Die knappe Neonkreation setzte die Figur der Musikikone perfekt in Szene. Die Frisur spielte dabei eine ebenso wichtige Rolle. Obwohl Winehouse manchmal daran dachte, ihren Look zu verändern, war ihr bewusst, wie wichtig das Äußere für ihr Image war. "Wir haben uns beim Toupieren angefreundet. Eines Abends, nachdem wir uns über gemeinsame Bekannte kennengelernt haben, endeten wir zusammen vor einem Spiegel, unsere Haare kräftig gegen den Strich kämmend. Ihre wurden immer grösser jedes Mal, wenn ich sie danach traf. Bevor sie starb, hatte Amy einen Moment, in dem sie daran dachte, ihre Frisur zu verändern. Sie sprach darüber, sich einen Pony zuzulegen - oder einen Bob. Das dauerte genau zehn Sekunden, sie wäre nicht Amy ohne den Beehive. Ich denke, sie wusste das", erzählte Parry von Amy Winehouse.

Themen

Erfahren Sie mehr: