Amy Adams: Richtig bewegen im Minikleid

Oscar-Anwärterin Amy Adams musste für "American Hustle" lernen, sich richtig in ihren schlüpfrigen Outfits zu bewegen, sonst hätte es (un)schöne Kleiderpannen gegeben

Amy Adams, 39, stellte sich mit den Videoeditoren bei "American Hustle" gut, damit ihr Körper in den Aufnahmen gut aussieht.

Die rothaarige Darstellerin ("The Fighter") verkörpert in Film, der mit zehn Nominierungen bei der diesjährigen Oscarverleihung ins Rennen geht, die Hochstaplerin Sydney Prosser. Für ihre Leistung in dem Werk von Regisseur David O. Russell (55, "Silver Linings") darf sie auf einen Preis als beste Hauptdarstellerin hoffen.

"American Hustle" spielt in den 70er-Jahren und verlangte von den Schauspielern - einschließlich Jennifer Lawrence (23, "Der Biber"), Bradley Cooper (39, "Ohne Limit") und Christian Bale (40, "The Dark Knight") - sich in eine grelle und auffallende Garderobe zu werfen. Für die Damen hieß das: tief ausgeschnittene Kleider. "Der Befreiungsgeist der Zeit [bedeutete] weniger Struktur, weniger Maßgeschneidertes und provokanter zu sein. Es ist ein zweischneidiges Schwert: Gewagte Ausschnitten verleihen Selbstvertrauen, aber auch eine gewisse Verletzlichkeit. Wir wollten bei der Zeit korrekt bleiben, also benutzten wir kein doppelseitiges Klebeband", verriet Kostümdesigner Michael Wilkinson gegenüber "racked.com". Adams musste also aufpassen. "[Bei den Outfits] musste sich Amy auf eine gewisse Art bewegen. Wir mussten auch plötzliche Böen oder windige Situationen vermeiden. Außerdem hat sich Amy mit den Leuten im Schnitt gut gestellt, um sicher zu gehen, dass sie die richtigen Takes auswählen!"

Authentische Kleider aus der Zeit bekam die Crew von den Modehäusern Gucci, Diane von Furstenberg und Halston.

Die Rolle von Jennifer Lawrence, eine gelangweilte und unberechenbare Hausfrau namens Rosalyn Rosenfeld, wurde von Michael Wilkinson auch mit verschiedenen Looks ausgestattet, die ihre unterschiedlichen Launen und Emotionen darstellen sollten. "Wir wollten bei dem Charakter ein Gefühl von Schizophrenie zeigen. Sie trägt während des Tages, den sie gelangweilt Zuhause verbringt, einen Trainingsanzug, aber wenn sie abends ausgeht, ist sie aufgedonnert, also weiß man nicht, ob sie ein schüchterner Typ oder ein Vamp ist", so der Kostümchef, der sich auch an seinen Stil-Favorit bei Lawrence erinnern konnte: "Eine meine liebsten Erinnerungen stammt von Jennifers letzter Anprobe [in der weißen Robe] und Russell wollte sicher gehen, dass das Kleid unglaublich eng anliegt, damit man darunter auf jeden Fall ihre Kurven erkennen kann. Er wollte sehen, wie sie sich in dem Kleid bewegt, also hatten wir eine kleine Kleiderprobe und ich hatte plötzlich die Nummer-eins-Schauspielerin auf meinem Schoß sitzen, lachend und so tuend, als ob sie mich mit Champagner beschüttet."

Neben Jennifer Lawrence und Amy Adams darf auch Michael Wilkinson am Sonntag auf einen Oscar hoffen, da er in der Kategorie bestes Kostümdesign ins Rennen geht.

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