Alexander McQueen Japanische Traditionen in Paris

Alexander McQueen
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Das Modehaus Alexander McQueen präsentierte eine düster-romantische Kollektion mit asiatischen Einflüssen

Die Frühjahr/Sommerkollektion 2015 von Alexander McQueen basiert auf japanischen Kimonos.

Sarah Burton, die Kreativchefin des Labels, ist bekannt dafür, mit ihren Fashionshows für Überraschungen zu sorgen und die Zuschauer in eine andere Welt zu entführen. Auch gestern enttäuschte sie das Publikum auf der Paris Fashion Week nicht. Gewohnt glamourös präsentierte sich die Kollektion, doch auf eine andere Art und Weise als in den vergangenen Saisons: Die eleganten Designs erschienen wesentlich weniger bombastisch. Als großer Fan von Japan reist die Modeschöpferin regelmäßig nach Asien und entwickelte in diesem Zuge eine umfassende Kollektion luxuriöser Kleidung sowie zahlreiche antik anmutende Kimonos. Genau dieses Thema diente Burton auch als Inspiration für ihre Frühjahr/Sommershow 2015. Zwei Orchideen-Skulpturen sorgten für die entsprechende Kulisse.

Bei Burtons Kreationen für Alexander McQueen drehte sich alles um die Stoffe, die größtenteils extra angefertigt wurden - ganz wie das in Japan hergestellte Seiden-Jacquardgewebe. Die Designerin versah die japanisch inspirierten Kreationen mit ihrer eigenen Handschrift. Ein Model präsentierte eine schwarze Version mit großen Blumen-Prints, die bis zur Mitte der Oberschenkel reichte und geschlitzte Ärmel aufwies. Geschnürte Gladiatoren-Sandalen und eine schwarze Gesichtsmaske komplettierten den Look. Weitere Kimono-ähnliche Outfits transformierte Burton in Kleider mit abgerundeten Schulterpartien, ausgestellten Röcken aus Leder und halblangen Ärmeln. Viele der Kleider waren tailliert und wiesen runde Ausschnitte auf. Insgesamt wirkte die Kollektion - im Unterschied zu vielen anderen Modenschauen - recht tragbar.

Auch Valentino stellte gestern seine neuesten Kreationen zur Schau und die Designer des Modehauses, Maria Grazia Chiuri und Pierpaolo Piccioli, boten dem Publikum eine träumerische Reise durch ein Italien des 18. Jahrhunderts, kombiniert mit Handwerkskunst. So trugen die Models unter anderem geblümte, romantische Kleider in kurz oder lang. Viele von ihnen wiesen ein Paisley-Muster auf. Lange Ärmel und kurze Röcke sorgten für einen modernen Touch.

Heute, am letzten Tag der Paris Fashion Week, eröffnet Louis Vuitton die Modenschauen.

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