Alber Elbaz: Kombination aus Mode und Essen

Designer Alber Elbaz serviert stets Essen bei seinen Modenschauen, um für gute Stimmung unter den Gästen zu sorgen.

Alber Elbaz ist der Meinung, dass die glamourösesten Frauen gern Desserts essen.

Der Lanvin-Designer plant jeden einzelnen Aspekt seiner Kollektionen bis hin zu ihrer Präsentation. Elbaz gibt oft Dinner-Partys, bei denen die Models seine neuesten Kreationen vorführen. Die Kombination aus Essen und Mode soll für eine entspanntere Stimmung sorgen als dies bei traditionellen Modeveranstaltungen der Fall ist. "Deshalb servieren wir bei all unseren Modenschauen Essen, dazu gibt es Musik und Drinks. Ich denke, dass ich die beste Seite der Gäste hervorlocken kann, wenn sie nicht hungrig und unglücklich sind. Ich weiß, dass ich nach einem Monat Reisen abends um neun Uhr etwas Süßes haben will und vielleicht auch einen Drink. Wir wollen, dass die Leute hier zufrieden sind und ihnen nicht das Gefühl vermitteln, als ob sie Feinde wären. Keine dieser Abscheulichkeiten: 'Wer sitzt neben mir? Wer ist in der ersten Reihe?'", berichtete der Modemacher im Interview mit dem britischen Magazin 'InStyle'.

Elbaz ist bemüht, die Persönlichkeiten seiner Kunden in seinen Kreationen zu reflektieren. Seiner Meinung nach sind Frauen, die mit ihrem Äußeren zufrieden sind, am schönsten - und diese Damen sind meistens auch diejenigen, die sich gern ein Dessert gönnen.

Schon als kleiner Junge wollte der Modestar in der Fashion-Branche arbeiten und so begann er frühzeitig zu zeichnen. Seine Mutter zweifelte seine Leidenschaft allerdings zunächst an, doch ein Lehrer erkannte sein Talent: "Ich habe Skizzen angefertigt, seit ich vier Jahre alt bin. Meine Mutter machte sich Sorgen. Sie dachte, ich werde homosexuell … nein, Scherz! Sie sprach mit meinem Lehrer und er riet ihr, mich in Ruhe zu lassen. Wir lebten in einem kleinen Ort in einer kleinen Nachbarschaft, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemand wegen meiner Zeichnungen über mich gelacht hätte. Sie sagten mir, dass ich eines Tages ein großer Designer in Paris sein werde. Ich hatte also immer viel Unterstützung. Als ich elf Jahre alt war, zeichnete ich meinen Lehrer jeden Tag des Jahres in mein Skizzenbuch und am Ende des Schuljahres gab ich es ihm", erinnerte sich Alber Elbaz.

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