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Versace + H+M Ein "Pro & Contra"


Ab heute hängt die Versace-Kollektion für H&M in den Läden. Doch ist sie überhaupt gemacht für den Durchschnitt?

In den US-Medien wird zur Zeit heftig über Donatella Versaces Kollaboration mit H&M diskutiert. Grund dazu lieferte ein geplatztes Fotoshooting der "New York Daily News". Die Zeitung wollte durchschnittliche New Yorkerinnen in der neuen Versace-Kollektion für H&M ablichten. Doch die Bilder kamen nie zustande. Von Seiten der Zeitung hieß es, dass H&M das Shooting mit den Worten "Donatella wird nicht zustimmen, die Kollektion an echten Frauen zu fotografieren," ablehnte.

H&M hingegen, die Marke für Jedermann, versteht nicht, wie es zu den Anschuldigungen kommen konnte und äußerte sich gegenüber der Onlineseite "Racked.com" wie folgt: "Wir sind über den Artikel der 'NY Daily' sehr überrascht und verstehen nicht, wie sie darauf kommen. Es kann sich nur um ein Mißverständnis und eine Serie von Fehlkommunikation handeln."

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Nach solch einem Vorfall kommen natürlich Fragen auf wie "Passen Donatella Versaces Kreationen zum Konzept von H&M?" oder auch "Sollte Mode nur an Models präsentiert werden?". Dazu ein Pro & Contra der "Gala.de"-Redaktion:

Pro

"Der Stil von Donatella Versace ist ohne Zweifel nicht jedermanns Geschmack. Auch ich gehöre nicht zu der Fraktion, die gerne auffällige Farben oder viel Glitzer trägt. Doch darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass es weltweit ganz gewiss genug Abnehmer für ihre Sachen gibt. Ohne Käufer, kein Versace. Auch die wiederkehrende Diskussion um Model oder kein Model ist ein alter Hut. Donatella Versace ist definitiv nicht die einzige Unternehmerin, die ihre Mode an Models abgelichtet sehen möchte. Wenn die Mehrheit ganz ehrlich zu sich ist, dann wird sie zugeben müssen, dass sie sich eher ein Produkt kaufen würde, was an besonders gut aussehenden Menschen präsentiert wird, als an jemandem, der nicht sonderlich mit Schönheit gesegnet wurde. Wobei Magermodels definitiv nicht zu meiner Kategorie attraktiver Menschen zählen. Mode soll schließlich die schönste Nebensache der Welt bleiben und nicht krank machen." (inu)

Contra

"Selbst als 22-jährige Modestudentin bleiben mir lobende Worte zur 'Versace for H&M'-Kollektion im Hals stecken. Grauenvolle Farbkombinationen und Schnitte gehen eine stoffliche Verbindung ein, auf die ich gut hätte verzichten können. Günstige Preise hin oder her. Versace mag für italienischen Glamour und feminine Sexyness stehen - aber was jetzt in den H&M-Filialen hängt, ist schlicht nicht tragbar. Da macht es auch keinen Unterschied mehr, ob echte Frauen mit Kurven oder die gewohnt klapperdürren Models die Kollektion tragen. Sorry, Donatella!" (kst) inu

gala.de


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