Trash-Shopping: Betrug mit Traumkleidern

Bilder von Stars in fantastischen Roben sind häufig die Lockvögel für billige Kleiderangebote im Netz. Doch was geliefert wird, ist meist ein völlig anderer Fetzen und hat rein gar nichts mit dem angebotenen Look zu tun - wie zahlreiche Posts von Onlineshoppern beweisen. Ein Kleidermogul in China steckt offenbar hinter dieser Abzocke

Shopping-Angebot und Wirklichkeit

Vorsicht, wenn Sie zum Beispiel auf Facebook eine unfassbar günstige Traumrobe entdecken und ordern wollen. Auch wenn offenbar Millionen Follower auf dieser Seite schon viel Schönes bestellt haben: Sie könnten auf die große Billig-Abzocke eines chineischen Anbieters hereinfallen. Nicht zu verwechseln mit günstigen Angeboten von bekannten Onlineshops der Modeketten: Wenn man auf extremste Billigangebote von dubiosen Online-Anbietern hereinfällt, die mit Promilooks in Märchenkleidern locken, ist das eine völlig andere Schiene.

Beim Öffnen des Paketes tritt beißender Geruch nach Chemikalien aus

Erschreckend billige Ware, die oftmals nach beißenden Chemikalien stinkt, und völlig unförmige Schnitte aufweist, wird da geliefert. Mit dem gezeigten Original auf dem Foto im Onlineshop haben die Kleidungsstücke rein gar nichts mehr zu tun, sondern sind vielmehr ein schlechter Witz. Die Versandzeit kann lange dauern, Rücksendegarantien werden oftmals gar nicht gegeben und die opulenten Portokosten dafür müsste man sowieso selbst tragen.

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Bei billig angeboteten "Traum"kleidern sollte man stutzen, denn geliefert wird oft ein unförmiger Trash-Fetzen aus Fernost, der in Punkto Schnitt und Material nichts mit der ursprünglichen Abbildung zut tun hat, wie die Website "KnockoffNightmares.com" ausführlich mit Facebookposts von Betroffenen dokumentiert.

Die Website "knockoffnightmares.com" wirbt mit dem Slogan "Wenn etwas einfach zu gut zu sein scheint...dann ist es das meistens auch!" und stellt all die schmerzlichen Fehlkäufe von Userinnen bildlich neben das erst so verlockend un ddamit fälschlich abgebildete Angebot.

Briefkastenfirmen eines chinesischen Players machen ihr Geld mit agressiver Werbung und billigem Schund

"Buzzfeed.com" hat sogar Folgendes herausgefunden: Die Verkaufsplattformen von chinesischer Mode mit den Namen Zaful, SammyDress, DressLily, RoseGal, RoseWe, TideBuy, Choies und RomWe sind offenbar nur Namen für Scheinfirmen von ein und demselben Anbieter. Hinter ihnen soll eine chinesische Firma stecken, die im Jahr 2014 über 200 Millionen Dollar Umsatz machte, wie "BuzzFeed News" berichtete.

Hübsches Abendkleid - und die enttäuschende Ware, die geliefert wurde. Billigstes Material und ein plumper Schnitt.

Auch wenn bei normalen Katalogshootings schlanke Models die Ware präsentieren und mit Photoshop nachgebessert der Gesamtlook verbessert und aufgefrischt wird, so bekommt man doch trotzdem bei seriösen Anbietern ein Kleidungsstück geliefert, was dem abgebildeten gleicht oder kann es zurückgeben. Die bestellte Ware muss mit dem Angebot übereinstimmen - alles andere ist Betrug. Niemand sollte mehr auf solche Tricks hereinfallen.

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