Tommy Hilfiger: Lifestyle - Imperium

Vor 30 Jahren lancierte Tommy Hilfiger seine erste Kollektion. Heute ist sein Preppy-Look stilprägend für eine ganze Nation

Tommy Hilfiger

Mit dem legendären Festival in Woodstock fing alles an. "Es war die Zeit einer musikalischen Revolution", erklärt Tommy Hilfiger. "Die Beatles waren nach Amerika gekommen, die Stones und Jimi Hendrix tourten, in coolen Klamotten und mit langen Haaren. Ich war Feuer und Flamme – also eröffnete ich einen kleinen Laden." Auflehnung der etwas anderen Art. Zu diesem Zeitpunkt ist Hilfiger gerade mal 18 Jahre alt. Mit nur 150 Dollar Startkapital eröffnet er in seiner Heimatstadt Elmira im Bundesstaat New York den Store "People’s Place". Er verkauft Jeans und Schlaghosen, die er zum coolen Einzelstück gepimpt hat. Vom Welterfolg ist der Teenager da noch weit entfernt. Zehn Jahre später zieht er nach New York City, um weiter an seiner Karriere als Modedesigner zu arbeiten.

Preppy-Look

"Ich wusste genau, was ich wollte. Natürlich gab es auch Schwierigkeiten auf meinem Weg", sagt er im GALA-Gespräch. "Es gab Zeiten, in denen ich kein Geld hatte, in denen ich unsicher war. Ich habe aber nie mein Ziel aus den Augen verloren!“

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©Gala

1985 lanciert er die erste Herrenkollektion unter seinem eigenen Namen. Die anfängliche Revolutionsklamotte ist dem für Hilfiger typischen Preppy-Look (oft als studentisches Streber-Outfit beschrieben) gewichen. Vom Erfolg ist er trotzdem überzeugt: "Es gab damals viele Freunde, die fragten, ob ich mir wirklich sicher sei wegen dieses Looks, dieser typisch amerikanischen Farben. Ich dachte mir: Die sind doch verrückt. Die verstehen es einfach nicht." Hilfiger behält Recht. Mit seiner Kollektion scheint er einen Nerv getroffen zu haben. Wie kein anderer Designer steht sein Name immer noch für den amerikanischen Look: unaufgeregt, klassisch, sportlich, lässig.

Lifestyle-Imperium

In den letzten 30 Jahren hat er so ein ganzes Lifestyle-Imperium erschaffen. Seine Fashion-Shows im Rahmen der New Yorker Modewoche gehören zu den absoluten Highlights. Sie sollen unterhalten und keine verrückten Trends setzen, das war nie oberste Priorität des Designers. Er macht lieber ungekünstelte, "tragbare Mode für seine Kunden". So ließ er schon in einer Halle die Hamptons nachbauen, ein Baseballfeld oder wie in dieser Saison eine karibische Insel. Aus Auflehnung mag das heute nicht mehr passieren, Spaß aber macht es trotzdem. Und den scheint Tommy Hilfiger auch in drei Jahrzehnten im Business nie verloren zu haben.

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