Style Blog: Logomania

Schlicht ist nicht! In diesem Frühjahr zeigen Trendsetter ihre Marken ganz offensiv

Wenn ich mich bei Party-Bekanntschaften als Modejournalist oute, bekomme ich oft zwei Reaktionen. "Ach, ich würde auch so gerne mal ein Buch schreiben!" (viel Erfolg!) und: "Was sind die neuesten Trends?" Neulich drehte ich mich einfach um – ging aber nicht, sondern zeigte der Ratsuchenden kurzerhand den Rücken meiner Jeansjacke. Darauf ist ein Balenciaga-Aufdruck zu sehen. Sie ahnen es: 

Logos, DER Trend der Achtziger, sind zurück! 

Na logo ist das cool! Hailey Baldwin im Gucci-Print-T-Shirt, das sie zur lässigen Oversize-Hose kombiniert

Und ich bin dabei quasi die Front Row, denn ich liebe Logos. Schon als Kind trug ich die legendären Logo-Sweatshirts in allen Farben des Regenbogens. Dass ich unter meinen konservativen Mitschülern nicht viele Freunde hatte – ich war auf einem humanistischen Gymnasium mit Latein als erster Fremdsprache –, war mir egal. Derzeit gebe ich mein ganzes Mode-Budget für T-Shirts, Sweater und Hoodies aus, auf denen der Name oder das Icon einer Marke prangt.

Im Unterschied zu damals wirkt die Logomania heute viel ironischer. Die Drucke sind "lauter", aber genau das ist der Gag.

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Tragen Sie den Schriftzug als Statement, kombiniert mit ruhigen Basics. Schauen Sie in Vintage-Stores nach Altem oder kaufen Sie sich Teile im Used-Look. Logos dürfen nicht so schick aussehen wie eine Luxus-Boutique.

Auf Partys erlebe ich übrigens oft noch eine dritte Reaktion: "Ach, Modechef bei GALA?! Wie ist denn der Lagerfeld so?" Sehr nett und klug!

Mottoshirts

Diese Stars haben was zu sagen

Prinz Harry macht während seiner Reise nach Den Haag, wo er zum Start der Vorbereitung für die "Invictus Games" zu Besuch ist, auch auf dem Fahrrad eine tolle Figur. Besonderer Hingucker ist jedoch seine Jacke, die enthält nämlich eine kleine Message...
Auf seiner linken Brust prangen die Wörter "Invictus Family" und "Daddy", außerdem sind die Wörter "I am Daddy" (dt. "Ich bin Papa") in Gelb hervorgehoben. Ein niedliches Detail, das der stolze Vater nur vier Tage nach der Geburt seines ersten Sohnes präsentiert. 
Früh übt sich, wer Feministin sein will: Harlow Madden hat von ihrer Mutter Nicole Richie ganz viel "Girl Power" geerbt und lässt das alle mit ihrem Shirt wissen.
Olivia Wilde hat gleich mehrere "Feminist"-Shirts im Kleiderschrank. Beim "Women's March" ruft sie mit einem schwarzen zur Solidarität auf.

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