So Sue: Sleepless Oscars-Night

Ein Recap der 89. Oscar-Verleihung mit allen Highlights und Pannen

Emma Stone auf dem roten Teppich der 89. Oscar-Verleihung

Heute Nacht hat mich Punkt 3 Uhr eine innere Stimme für die Oscar-Übertragung geweckt. Zwar hatte ich den Schaulauf auf dem roten Teppich da schon verpasst, aber ich knipste im genau richtigen Moment ein, als eine Busladung ahnungsloser Touristen (die eine Hollywood Star-Tour gebucht hatten) durch einen Seitengang ins Dolby Theatre geschleust wurden und plötzlich vor den Superstars in der ersten Reihe standen.

Geduldige Stars und politische Spitzen bei den Oscars

Super Einlage von Moderator Jimmy Kimmel und rührend, wie Denzel Washington, Meryl Streep, Nicole Kidmann, Ryan Gosling und Emma Stone ihren überraschten Fans die Hände schüttelten und ganz geduldig haufenweise Selfies über sich ergehen ließen. Für mich schon mal ein super Einstieg für die nächsten 3 Stunden. Kam es mir nur so vor, oder war die diesjährige Oscarverleihung recht kurzweilig?

Mollig statt dünn

Nike wirbt als erste Sportmarke mit Plus-Size-Puppen

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Dünn war gestern: Seit neuestem wirbt die Sportmarke Nike auch in Europa mit Plus-Size-Schaufensterpuppen und erntet dafür nicht nur Lob.
©Gala

Es gab zwar kaum großartige Überraschungen – die Reden waren auch recht verhalten, was die politischen Spitzen gen Washington anbelangt. Einmal versuchte Moderator Jimmy Kimmel, Trump via Twitter herauszufordern – doch darauf folgte leider keine Reaktion. Die Preisverleihung sprach aber auch so eine eigene Sprache: Der iranische Regisseur Asghar Farhadi bekam den Oscar für den besten ausländischen Film „The Salesman“ und bedankte sich per Brief für den Preis – eine Einreise war ihm leider nicht möglich.

Klassische Roben der Topdesigner

Der bewegendste Moment: Die Dankesrede von Viola Davis als beste Nebendarstellerin für „Fences“. In ihrem schulterfreien roten Armani Privé Kleid setze sie ein deutliches Trend-Signal in dem Reigen sonst eher klassischer Roben. Karlie Kloss kam in Stella McCartney, Taraji P. Henson in Alberta Ferretti, Ruth Negga in Valentino, Dakota Johnson in Gucci, Charlize Theron in Dior und meine Lieblingsschaupielerin Meryl Streep in Elie Saab Couture. Sie alle waren well groomed (das heißt, die Haare sehen wie geleckt aus) und trugen old (eher klassische) Hollywood-Glamour Roben.

Oscars 2017

Die Tops und Flops vom roten Teppich

Sieht aus wie Vivienne Westwood, ist aber Alaia: Scarlett Johansson hat sich bei der Kleiderwahl für eine fließende Rose mit Tüll entschieden, das ihre definierten Arme und ihr Dekolleté betont.  
Ihr diamantenbesetztes Glitzerkleid strahlt, doch Jennifer Aniston leitete mit einer emotionalen Rede einen Tribut-Film ein, der die im letzten Jahr verstorbenen Hollywood-Stars ehrte. Besonders der Tod von "Titanic"-Star Bill Paxton ging ihr nah und sie musste mit den Tränen kämpfen. 
Wenn man in einer vermutlich sündhaft teuren schwarzen Spitzenrobe von Alexander McQueen so sündhaft gut aussieht wie Salma Hayek, kann man auch eine so stolze Pose einnehmen. Schick, schicker, Salma!
Fesche Franse: Emma Stone, die für ihre Rolle in La La Land als beste weibliche Hauptdarstellerin nominiert ist, zeigt sich in einem hübschen golden bestickten Dress, der ihre makellose Figur unterstreicht. Vier Lagen Fransen sorgen für Bewegung um die Beine.

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Wirklich aufregend und echt „zum 2x Hinschauen“ fand ich ehrlich gesagt nur wenige Outfits: Ich mochte die rothaarige Emma Stone in ihrem champagnerfarbenen Kleid von Givenchy Couture (denn eigentlich finde ich es unsexy, wenn der Hautton fast nahtlos in die Kleiderfarbe übergeht und strahlende Schönheiten wie Wasserleichen aussehen lässt). Auch Nicole Kidman verschwand mit ihrem Porzellan Teint (den sie mit Sicherheit im Korean Spa einem ziemlich zackigen Zuckerpeeling zu verdanken hat) auch Ton in Ton in ihrem Armani Privé–Kleid.

Wirklich rockig und sehr sexy schwebte nur Scarlett Johansson auf die Bühne. Ohne BH (oder sagt man jetzt Bustier?) in einem Azzedine Alaia – Hauch von Nichts zog sie mit ihrer neuen Kurzhaarwelle ziemlich viele Blicke auf sich. Moderator Kimmel nennt die Damen-Unterwäsche der Hollywood-Diven übrigens nur noch Spanx. Die sah man nur unter den Kleidern hervorblitzen, als es plötzlich Süßigkeiten von der Dolby-Decke regnete! Ein weiterer Hingucker- Michelle Williams im stark erblondeten Pixie-Look und in schwarz - gold von Louis Vuitton. 

Oscars 2017

Die Beauty-Vorbereitungen der Stars

Schon für ihren ersten Oscar-Auftritt lässt sich Emma Stone vor sieben Jahren von Rachel Goodwin schminken. Da hat sich auch 2017 nichts dran geändert. Ganz präzise trägt die Make-up-Artistin den weinroten Lippenstift auf, mit dem Emma später ihren "Goldjungen" abknutschen kann. 
Zusätzlich zu dem Lippenstift "Mona" von NARS verwendet Rachel Goodwin noch einige andere Produkte des Beauty-Labels für Emma Stones perfekten Look. Bronzer, Highlighter, Foundation - sie setzt vor allem auf einen Glow-Teint.
Ihre Komplettverwandlung zeigt Heidi Klum von Anfang bis Ende in einem Video auf Instagram. Zunächst noch ungeschminkt, überzeugt sie zum Schluss mit einem tollen Beauty-Look für die Aftershow-Party.
Charlotte Tilbury verwandelt Emma Roberts zu einer Diva aus dem "alten Hollywood". Da ist der knallrote Schmollmund natürlich ein Muss. 

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Sie alle (davon kann man mal ausgehen) hatten einen Glam Squad ins Hause bestellt, die sie in stundenlanger Prozedur in ihre Über-Ich’s verwandelte. Doch der Oscarcountdown in Sachen Detox und Beauty fängt in der Regel wesentlich früher an (je nach Alter gleich nach Weihnachten oder ansonsten nach den Golden Globes im Januar). Denn gut Gift und ein Hauch von Hyaluron will Weile haben. Zwei Wochen vor den Oscars gibt es höchstens noch ein brush up mit Säure oder es wird sanft geneedelt, damit der Teint satt aufgepolstert und vor allem rosig am O-Day ist. Da die einschlägigen Beauty-Docs der Stadt überbucht sind, haben Top-Schönheitschirugen ihr Beauty Camp in den 5-Sterne Hotels der Stadt aufgeschlagen. Man stelle sich mal vor: Im Bungalow des Chateau Marmonts, wo John Belushi 1982 an einem Kokain-Heroin–Gemisch starb, sorgt jetzt Nervengift für entspannte Gesichtszüge.

Oscars 2017

Die schönsten und schlimmsten Beauty-Looks

Genauso schön goldig wie ihr Oscar ist auch das Make-Up von Emma Stone. Wir sind ganz verliebt in ihre schimmernden Augen und die roten Lippen. Der Look harmoniert perfekt mit ihrer Haarfarbe und ihrem Kleid.
Mit absoluten Wow-Brows und einem aufregenden Augen Make-Up überzeugt uns Hailee Steinfeld auf dem Red Carpet.
Wer sehen möchte, wie der Beauty-Look von Heidi Klum entstanden ist - kann dies auf ihrer Instagram-Seite verfolgen. Wie immer sehr gelungen, Frau Klum.
Ja, bei diesem Anblick bekommen wir auch kaum den Mund zu. Janelle Monae verzaubert mit einem modernen Glow-Make-Up und edlem Haarschmuck - wir lieben es!

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Ich fiebere noch ein paar Stunden mit und warte gespannt auf’s Finale. Mein nächtliches Durchhalten wird belohnt; Warren Beatty öffnet den Briefumschlag und liest angeblich nur „Emma Stone“ und reimt sich „LaLaLand“ als besten Film zusammen (na, mit 14 Nominierungen galt das Musical ja auch als Favorit).

Fred Berger, Produzent der Tanz-Romanze, durfte nur für kurze Zeit sein Oscar - Glück samt großer Dankesrede genießen, bevor er den goldenen Mann für das sozialkritische Filmdrama „Moonlight“ an Berry Jenkins abgeben musste. Kein weiterer Kimmel-Kalauer – sondern einfach nur ein menschliches Missverständnis. Eigentlich ganz beruhigend, dass bei so einer Mega Show doch auch mal Pleiten, Pech und Pannen passieren. 

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Die Tops und Flops der Aftershow-Partys

Bezaubernd in Babyblau: Jessica Alba (Clutch "Cloud" von Jimmy Choo)
Lady in Red: Heidi Klum zeigt sich im nicht ganz perfekt sitzenden Satin-Kleid.
Am späteren Abend erstrahlt Heidi Klum dann auch noch im nachtblauen-schwarzen Federkleid.
Glamour pur! Kate Upton glitzert im blauen Pailletten-Kleid.

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