So Sue: Fünf Stilregeln, die immer gelten

Nach zwei Jahren widmet sich GALA-Kolumnistin Sue ihren eigenen Projekten. Zum Abschied verrät sie uns noch einmal fünf ultimative Stilregeln, die nie aus der Mode kommen

So Sue

In Hamburg sagt man Tschüss. Fast zwei Jahre lang habe ich hier auf Gala.de meine Kolumnen veröffentlicht. Danke euch allen für die schöne Zeit!  Zum Abschied möchte ich euch meine fünf wichtigsten Fashionregeln verraten, die einen wirklich immer modisch aussehen lassen.

1. Less is more!

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©Gala

Nicht neu, aber wichtig: Nur ein Teil am Körper darf knallen! Das kann eine rote Sock-Stiefelette von Balenciaga, eine Mütze mit Netzschirm von Jil Sander oder ein Lammfellmantel in Colourblock-Optik von Saks Potts sein.  Ein stylishes Highlight kann unterstützend wirken, aber bitte nicht zwei oder drei auf einmal – immer nur ein Hingucker zurzeit! Den Rest des Outfits bitte immer darauf abstimmen. Es ist wie bei einem guten Gemälde, das stets den Hintergrund für das Hauptaugenmerk schaffen sollte.

2. Regelmäßig aussortien

Sue liebt Statement-Pieces und ausdrucksstarke Prints.

Wenn der Abfluss verstopft ist, kann nichts fließen. Das gilt auch für den persönlichen Style. Zu viele Teile im Schrank verwehren den Blick auf das Wesentliche. Du muss ja nicht immer gleich alles wegbringen oder verkaufen, aber mal ein paar Pieces für ein bis zwei Saisons im Kleidersack überwintern zu lassen macht Sinn. Ich freue mich dann immer, sie wieder auszupacken, um sie neu in Szene zu setzen.

3. Haare gut, alles gut

Wenn ich mich auf dem Kopf nicht wohlfühle, kann ich das tollste Outfit der Welt tragen, aber mir fehlt es an Esprit. Wenn die Zeit knapp wird am Morgen nehme ich mir lieber mehr Zeit für meinen Kopf. Das Anziehen muss dann schneller gehen. Hier kann ich notfalls auch auf sichere Klassiker zurückgreifen, aber auf dem Kopf muss Ordnung - oder wie in meinem Fall - eine geordnete Unordnung herrscht. Mit einem „Good Hair Day“ komme ich viel besser durch den Tag.

 

Sue Giers stylt gekonnt klassische Jeans mit Hippie-Bluse und Mütze.

4. Slow Fashion: Mache aus deinen alten Style einfach neuen Style

Ich trenne mich ungern von meinen Lieblingssachen, aber auch das schönste Teil gerät mal aus der Mode. Das weckt den Designer in mir und dann gehe ich zum Schneider, der mir die Klamotten nach meinen Ideen umnäht. Gerade habe ich zum Beispiel meinen heiß geliebten Breitcord-Overall in zwei Teile umschneidern lassen. Jetzt ziehe ich Hose und Weste viel öfter an und kann sie super kombinieren.

5. In coole Accessoires investieren

Modetrends kommen und gehen, das ist leider so und ohne wäre es auch ein wenig langweilig – es sogar sterbenslangweilig. Eine tolle Tasche, ein paar schöne Schuhe oder ein unglaublicher Gürtel sind ein absolutes Upgrade für jeden Look! Die richtige Tasche versetzt uns Frauen gerne in Euphorie, aber das Beste ist: sie überstrahlt fast alles. Keiner bemerkt deine Designerjeans, aber die Birkin-Bag in Hand verrät, das du Stil hast. Ich brauche nicht jede Saison eine neue Tasche - aber wenn ich mich verliebe, hält es ein Leben lang.

Danke für eure Treue und zahlreichen Kommentare. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und mich sehr inspiriert. Ich werde mich jetzt meinem Blogazine und Label SoSUE widmen. 

Tschüss!

Eure So Sue

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