Serena Williams' Wimbledon-Auftakt: Sie provoziert auf dem Tennisplatz

Serena Williams hat das Auftaktmatch gegen Giulia Gatto-Monticone beim Grand-Slam-Highlight in Wimbledon gewonnen. Tennisspielen kann sie, aber ihr modisches Statement beim Spiel war ebenfalls ein Ass. 

Tennisspielerin Serena Williams beim Auftaktmatch gegen die Italienerin Giulia Gatto-Monticone in Wimbledon.

Auf dem Platz gibt Tennisstar Serena Williams mit ihren perfekt platzierten Aufschlägen den Ton an. Wenn sie den Centre Court von Wimbledon betritt, stehen aber nicht nur die Gegner unter Druck, sondern auch die Verantwortlichen des legendären Grand-Slam-Turniers. Was für ein Outfit wird sie wohl tragen? Diese Frage sollte im Sport eigentlich keine Rolle spielen. Genau deswegen will Serena Williams mit ihren Looks provozieren und die Medienaufmerksamkeit dafür nutzen, um eine Modernisierung der überholten Turnierregeln zu bewirken. 

Tennis – wieso ist der Sport immer noch so weiß?

Serena Williams beim Grand-Slam-Turnier, 2019.

Serena Williams gewann gegen Giulia Gatto-Monticone 6:2, 7:5. Während sie den ersten Satz zielorientiert für sich entscheiden konnte, geriet sie im zweiten etwas ins Straucheln. Ihr Outfit war währenddessen ein unfehlbarer Schlag. Traditionell sind den Profis in Wimbledon nur weiße Sport-Outfits gestattet. Die Turnierorganisatoren verlangt "fast ausschließlich weiße Kleidung“, was konkret bedeutet: Mindestens 90 Prozent der Spielkleidung muss weiß sein – das bezieht sich auch auf die Unterwäsche, die sogar vom Veranstalter kontrolliert wird. Bei Verstoß droht eine Geldstrafe. Die Weiß-Regel wurde eingeführt, um Schweißflecken zu verbergen. Frauen sollten dazu vorzugsweise kurze Röcke tragen. Lächerlich, könnte man denken. Schließlich ist das Turnier Wimbledon eine Sportveranstaltung. 

Nicht weniger unpraktisch als kurze Röcke

Serena Williams setzt beim Match auf Accessoires. 

Serena Williams setzt sich zur Wehr: Nachdem man ihr 2018 nach der Schwangerschaft einen Cat-Suit untersagt hatte, der ihr während des Spiels bei der Blutzirkulation helfen sollte, erschien sie im schwarzen Tutu auf dem Platz. Ein anderes Mal zeigte sie sich sie bei den French Open in einem Superhelden-Cape, das von Virgil Abloh, dem Gründer des Labels Off-White, für Williams' langjährigen Sponsor Nike entworfen wurde. Nun erschien sie zwar in Weiß, entschied sich aber für ein unkonventionelles Design mit großen Cut-outs auf Taillenhöhe. Der Schmuck dazu: große Creolen, Kette, eine funkelnde Brosche in Form des Nike-Logos, Uhr, Armreifen und mehrere Ringe. Doch ist das Gebimmel nicht unpraktisch beim Tennisspielen? Zumindest nicht weniger unpraktisch als die kurzen Röcke, die von der Turnierleitung gewünscht sind.

Herzogin Catherine steht für sie auf

Hier funkelt Serena Williams Mittelfinger.

Das Beauty-Highlight waren die kunstvoll manikürten Fingernägel der US-Amerikanerin. Der Fokus lag dabei eindeutig auf dem Ringfinger, den zahlreiche Glitzersteinchen zierten. Die restlichen Nägel trug sie in goldener Marmor-Optik.

Nach dem Match wurde sie von den Zuschauern bejubelt. Darunter auch ihr Ehemann Alexis Ohanian, der nach einem guten Spielzug seiner Frau gleich mehrfach aufsprang und für sie triumphierend die Fäuste in die Luft reckte. Und auch die anwesende Herzogin Catherine stand für die Tennisspielerin auf und applaudierte. Für Serena Williams war das Auftaktspiel in Wimbledon in jeder Hinsicht ein Sieg – und sie hat ein weiteres Mal gezeigt, dass sie sich in keinem Fall bevormunden lassen möchte. 

Serena Williams

Wie die Mama, so die Tochter

Serena Williams, Alexis Olympia
Voller Stolz präsentiert Serena Williams die niedlichen Tennis-Anfängerkünste ihrer Tochter Alexis Olympia.
©Gala
Themen

Erfahren Sie mehr: