Queen Elizabeth: 140-Millionen-Euro-Klage scheint abgewendet

Indien zeigt Einsicht: Queen Elizabeth II. wurde von ihrer einstigen Kolonie Indien wegen des "Koh-i-Noor"-Diamanten verklagt. Nach einigen Monaten der Ungewissheit zeigt sich der indische Anwalt nun einsichtig

Update 19. April 2016:

Indien zeigt sich einsichtig und gibt zu, den "Koh-i-Noor"-Diamanten im 18. Jahrhundert Großbritannien als Geschenk überreicht zu haben. Wie "dailymail.co.uk" am Montag (18. April) vermeldete, äußerte sich der Anwalt der Ankläger gegenüber dem Gericht: "Es wurde freiwillig von Ranjit Singh an die Briten übergeben als Dank für ihre Hilfe in den Sikh-kriegen. Der Koh-i-Noor ist kein gestohlenes Objekt". Ist damit die millionenschwere Klage abgewendet?

Royaler Schmuck

Königliche Hochkaräter

Queen Elizabeth mit Diadem bei der Nobelpreis-Verleihung
Herzogin Camilla wählt das Greville Diadem für diesen besonderen Abend im Buckingham Palast. Das Diadem wurde 1921 von Boucheron, dem Pariser Luxusschmuckhaus, hergestellt und ist seit 1942 im Besitz der britischen Königsfamilie. 
Herzogin Catherine mit Diadem
Prinzessin Madeleines wunderschönes Schmuckstück haben wir bereits letztes Jahr an ihrer älteren Schwester Prinzessin Victoria bewundern dürfen. Dieses Jahr trägt die 37-Jährige das Aquamarin Kokoshnik Diadem in Kombination mit einem pinkfarbenen Kleid des Designers Angel Sanchez. 

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Die 140-Millionen-Euro-Klage

Wie britische Medien im November 2015 berichteten, strebte Indien eine Klage gegen Queen Elizabeth II. an. Stars und Geschäftsmänner sollen sich laut "independent.co.uk" zusammengeschlossen haben, um den 140 Millionen Euro teuren "Koh-i-Noor"-Diamanten zurückzubekommen.

Was klingt wie die Handlung einer tiefschwarzen britischen Komödie, ist für die einstige britische Kolonie bitterer Ernst. "Der Koh-i-Noor ist nicht nur ein Stein mit 105 Karat, er ist Teil unserer Geschichte und Kultur und sollte daher ohne Zweifel zurückgegeben werden", so Bollywood-Star Bhumicka Singh, der die Initiative unterstützt.

Ein Diamant spaltet die Nationen

Während der britischen Besatzung Indiens (1756 bis 1947) wurde der wertvolle Diamant als Geschenk an die englischen Monarchen überreicht und später in der Krone von Queen Mom verarbeitet.

Am Londoner Gericht sollen Anwälte deshalb jetzt im Auftrag der Initiative Klage gegen das Oberhaupt der britischen Königsfamilie Windsor einreichen.

Der "Koh-i-Noor"-Diamant mit 105 Karat und einem geschätzten Wert von knapp 140 Millionen Euro in der Krone von Queen Mom (links) und bei einer exklusiven Diamantenpräsentation in all seiner Pracht (rechts).

Als Referenz für die Klage vor Gericht sollen die Anwälte laut Medienberichten die Diebeszüge der Nationalsozialisten anbringen. Die massenhaften Enteignungen von Kunstsammlern beschäftigen bis heute Kunsthistoriker und Rechtsanwälte. Auch 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind nicht alle geraubten Kunstwerke zu ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgeführt worden.

Die Briten zeigen sich selbstsicher

Der Historiker Andrew Roberts äußerte sich in der "Mail on Sunday" überaus kritisch zu dem kuriosen Rechtsfall: "All jene, die in diesen lächerlichen Fall involviert sind, sollten sich bewusst machen, dass die britischen Kronjuwelen genau der richtige Aufbewahrungsort für den 'Koh-i-Noor'-Diamanten ist. Es ist eine Anerkennung des über dreihundert Jahre währenden britischen Engagements in Indien, das zu Modernisierung, Entwicklung, Schutz und Demokratisierung des Subkontinents geführt hat."

Ketten, Ringe + Co.

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