Queen Elizabeth: 140-Millionen-Euro-Klage scheint abgewendet

Indien zeigt Einsicht: Queen Elizabeth II. wurde von ihrer einstigen Kolonie Indien wegen des "Koh-i-Noor"-Diamanten verklagt. Nach einigen Monaten der Ungewissheit zeigt sich der indische Anwalt nun einsichtig

Update 19. April 2016:

Indien zeigt sich einsichtig und gibt zu, den "Koh-i-Noor"-Diamanten im 18. Jahrhundert Großbritannien als Geschenk überreicht zu haben. Wie "dailymail.co.uk" am Montag (18. April) vermeldete, äußerte sich der Anwalt der Ankläger gegenüber dem Gericht: "Es wurde freiwillig von Ranjit Singh an die Briten übergeben als Dank für ihre Hilfe in den Sikh-kriegen. Der Koh-i-Noor ist kein gestohlenes Objekt". Ist damit die millionenschwere Klage abgewendet?

Royaler Schmuck

Königliche Hochkaräter

Wow, was für ein royales Schmuckstück! Prinzessin Victoria trägt zum Nobelpreisdinner in Stockholm die "Connaught Tiara" – einen Hochkaräter mit großer Tradition, denn das Diadem war ein Hochzeitsgeschenk an Prinzessin Margareth von Connaught als sie den König von Schweden Gustaf Adolf VI. im Jahr 1905 heiratet.
Nach dem Tod von Prinzessin Margareth von Connaught erbt Schwiegertochter Prinzessin Sibylla – Mutter von König Carl Gustaf – die schöne Tiara und trägt diese sooft, dass sie nun auch als "Prinzessin-Sibyllas-Diadem" bestens bekannt ist.
Die Schweden-Royals können so einige wunderschöne Hochkaräter ihr Eigen nennen. Auch dieses Schmuckstück gehört zu den Schätzen des Königshauses: eine funkelnde Tiara, die Prinzessin Sofia anlässlich des Nobel-Banketts im Rathaus in Stockholm trägt. Der Hochkaräter scheint zu ihren Lieblingen zu gehören, denn Sofia trägt das Diadem nicht nur zu ihrer Hochzeit mit Prinz Carl Philip im Jahr 2015, sondern auch zu anderen wichtigen Staatsbanketts.
Die Schatzkammer der spanischen Königsfamilie ist groß, und Letizia kann immer mal wieder mit neuen alten Schmuckstücken glänzen. Das Schleifen-Diadem von Königin Maria Christina war ein Hochzeitsgeschenk für die Erzherzogin von Österreich, die 1897 König Alfons XII. heiratete. Das Prachtdiadem von Cartier - aus Platin, Diamanten und Perlen gefertigt - ist aber besser bekannt als das Hochzeitsdiadem von Infantin Pilar, der Schwester des ehemaligen König Juan Carlos, die im Mai 1967 Luis Gomez-Acebo ehelichte. Auch ihre Tochter Simoneta trug das Diadem zu ihrer Hochzeit. Danach tauchte es 2006 wieder auf dem royalen Haupt von Königin Sofia auf, was die Besitzverhältnisse klargestellt haben dürfte. Beim Gala-Dinner für den chinesischen Präsidenten Xi Jinping debütierte Letizia im November 2018 diesen Hochkaräter.

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Die 140-Millionen-Euro-Klage

Wie britische Medien im November 2015 berichteten, strebte Indien eine Klage gegen II. an. Stars und Geschäftsmänner sollen sich laut "independent.co.uk" zusammengeschlossen haben, um den 140 Millionen Euro teuren "Koh-i-Noor"-Diamanten zurückzubekommen.

Was klingt wie die Handlung einer tiefschwarzen britischen Komödie, ist für die einstige britische Kolonie bitterer Ernst. "Der Koh-i-Noor ist nicht nur ein Stein mit 105 Karat, er ist Teil unserer Geschichte und Kultur und sollte daher ohne Zweifel zurückgegeben werden", so Bollywood-Star Bhumicka Singh, der die Initiative unterstützt.

Ein Diamant spaltet die Nationen

Während der britischen Besatzung Indiens (1756 bis 1947) wurde der wertvolle Diamant als Geschenk an die englischen Monarchen überreicht und später in der Krone von Queen Mom verarbeitet.

Am Londoner Gericht sollen Anwälte deshalb jetzt im Auftrag der Initiative Klage gegen das Oberhaupt der britischen Königsfamilie Windsor einreichen.

Der "Koh-i-Noor"-Diamant mit 105 Karat und einem geschätzten Wert von knapp 140 Millionen Euro in der Krone von Queen Mom (links) und bei einer exklusiven Diamantenpräsentation in all seiner Pracht (rechts).

Als Referenz für die Klage vor Gericht sollen die Anwälte laut Medienberichten die Diebeszüge der Nationalsozialisten anbringen. Die massenhaften Enteignungen von Kunstsammlern beschäftigen bis heute Kunsthistoriker und Rechtsanwälte. Auch 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind nicht alle geraubten Kunstwerke zu ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgeführt worden.

Die Briten zeigen sich selbstsicher

Der Historiker Andrew Roberts äußerte sich in der "Mail on Sunday" überaus kritisch zu dem kuriosen Rechtsfall: "All jene, die in diesen lächerlichen Fall involviert sind, sollten sich bewusst machen, dass die britischen Kronjuwelen genau der richtige Aufbewahrungsort für den 'Koh-i-Noor'-Diamanten ist. Es ist eine Anerkennung des über dreihundert Jahre währenden britischen Engagements in Indien, das zu Modernisierung, Entwicklung, Schutz und Demokratisierung des Subkontinents geführt hat."

Ketten, Ringe + Co.

Schmucke Stars

Als wäre das funkelnde, maßgeschneiderte Kleid von Versace noch nicht genug, trägt Jennifer Lopez auch noch ziemlich auffälligen Schmuck von Tiffany, den sie sich selbst aussuchte. Neben funkelnden Armbändern mit 70 Karat, trägt sie Ringe mit sechsstelligen Preisen, sodass der Schmuck an ihren Händen insgesamt umgerechnet circa 1.5 Millionen Euro kostet. Und da sind die fast versteckten Ohrringe noch nicht mit dabei... 
Die Ohrringe aus der ersten "Tiffany & Co. Blue Book collection" von Reed Krakoff haben kleine mit edelsten Diamanten besetzte Plättchen und hängen unter ihrer Mähne. Der Preis ist nicht bekannt, aber da es die einzigen ihrer Art sind, haben sie höchstwahrscheinlich einen sehr hohen Wert. 
Für Cardi B war es der erste Red-Carpet-Auftritt seit der Geburt ihrer Tochter Kulture. Ihr Wow-Dekolleté braucht nicht viel Schmuck um alle Blicke auf sich zu ziehen. Ihre riesigen grünen Smaragdohrringe sollen über vier Millionen Dollar gekostet haben. 
Olivia Munn trägt zu ihrem schimmernden Kleid eine Kette der kalifornischen Schmuck-Designerin Anita Ko. 

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