Queen Elizabeth: 140-Millionen-Euro-Klage scheint abgewendet

Indien zeigt Einsicht: Queen Elizabeth II. wurde von ihrer einstigen Kolonie Indien wegen des "Koh-i-Noor"-Diamanten verklagt. Nach einigen Monaten der Ungewissheit zeigt sich der indische Anwalt nun einsichtig

Update 19. April 2016:

Indien zeigt sich einsichtig und gibt zu, den "Koh-i-Noor"-Diamanten im 18. Jahrhundert Großbritannien als Geschenk überreicht zu haben. Wie "dailymail.co.uk" am Montag (18. April) vermeldete, äußerte sich der Anwalt der Ankläger gegenüber dem Gericht: "Es wurde freiwillig von Ranjit Singh an die Briten übergeben als Dank für ihre Hilfe in den Sikh-kriegen. Der Koh-i-Noor ist kein gestohlenes Objekt". Ist damit die millionenschwere Klage abgewendet?

Royaler Schmuck

Königliche Hochkaräter

Herzogin Meghan absolvierte just ihren ersten Auftritt an der Seite von Queen Elizabeth. Neben ihrem schicken Outfit von Givenchy sticht jedoch vor allem ihr Schmuck ins Auge... 
An ihrer Hand funkeln Verlobungs- und Ehering und um das Handgelenk trägt sie ein filigranes Silberarmband. Ihre Ohrringe bestehen aus einer Perle, die an einem kleinen Diamanten hängen und sollen ein Geschenk der Queen sein. Doch auch Prinz Harrys verstorbene Mutter, Prinzessin Diana, spielt hier eine Rolle... 
Ausgerechnet während ihres ersten Besuchs in Kanada (jahrelang Meghans Wahlheimat) im Jahr 1983 trägt Prinzessin Diana Ohrringe, die denen von Herzogin Meghan unglaublich ähnlich sehen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Frau von Prinz Harry seiner verstorbenen Mutter mit kleinen Details ihrer Outfits gedenkt. Die Queen, die ihr die Ohrringe schenkte, muss genau diese Bilder im Kopf gehabt haben. Wie rührend! 
Wow, was für ein Hochkaräter! Königin Máxima legt beim offiziellen Besuch in Luxemburg ein Diadem-Debüt der besonderen Art hin. Zum ersten Mal hat sie aus dem royalen Tresor ein Stück gezaubert, das zu dem Wertvollsten gehören dürfte, dass das niederländische Königshaus besitzt.   Das Diadem, das den Beinamen "Stuart Diadem" trägt, wird eigentlich von einem rund 40 Karat schweren Diamanten getoppt. Der Edelstein wurde für Máximas Version zwar entfernt, die übrigen Steine haben es aber auch in sich.  Kreiert wurde das Diadem in seiner Urform um 1897. Es bekam den Beinamen, weil sein zentraler Stein eigentlich der "Stuart Diamand" ist. Dieser gehörte Queen Mary II. aus dem Haus Stuart.   Königin Wilhelmina der Niederlande war die erste, die das Diadem tragen konnte. Ihre Tochter Juliana zeigte sich mit dem prachtvollen Schmuckstück öfter, an Königin Beatrix jedoch kennt man es nicht. Máxima verhalf dem Diadem also zu einem brillanten Comeback.

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Die 140-Millionen-Euro-Klage

Wie britische Medien im November 2015 berichteten, strebte Indien eine Klage gegen II. an. Stars und Geschäftsmänner sollen sich laut "independent.co.uk" zusammengeschlossen haben, um den 140 Millionen Euro teuren "Koh-i-Noor"-Diamanten zurückzubekommen.

Was klingt wie die Handlung einer tiefschwarzen britischen Komödie, ist für die einstige britische Kolonie bitterer Ernst. "Der Koh-i-Noor ist nicht nur ein Stein mit 105 Karat, er ist Teil unserer Geschichte und Kultur und sollte daher ohne Zweifel zurückgegeben werden", so Bollywood-Star Bhumicka Singh, der die Initiative unterstützt.

Ein Diamant spaltet die Nationen

Während der britischen Besatzung Indiens (1756 bis 1947) wurde der wertvolle Diamant als Geschenk an die englischen Monarchen überreicht und später in der Krone von Queen Mom verarbeitet.

Am Londoner Gericht sollen Anwälte deshalb jetzt im Auftrag der Initiative Klage gegen das Oberhaupt der britischen Königsfamilie Windsor einreichen.

Der "Koh-i-Noor"-Diamant mit 105 Karat und einem geschätzten Wert von knapp 140 Millionen Euro in der Krone von Queen Mom (links) und bei einer exklusiven Diamantenpräsentation in all seiner Pracht (rechts).

Als Referenz für die Klage vor Gericht sollen die Anwälte laut Medienberichten die Diebeszüge der Nationalsozialisten anbringen. Die massenhaften Enteignungen von Kunstsammlern beschäftigen bis heute Kunsthistoriker und Rechtsanwälte. Auch 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind nicht alle geraubten Kunstwerke zu ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgeführt worden.

Die Briten zeigen sich selbstsicher

Der Historiker Andrew Roberts äußerte sich in der "Mail on Sunday" überaus kritisch zu dem kuriosen Rechtsfall: "All jene, die in diesen lächerlichen Fall involviert sind, sollten sich bewusst machen, dass die britischen Kronjuwelen genau der richtige Aufbewahrungsort für den 'Koh-i-Noor'-Diamanten ist. Es ist eine Anerkennung des über dreihundert Jahre währenden britischen Engagements in Indien, das zu Modernisierung, Entwicklung, Schutz und Demokratisierung des Subkontinents geführt hat."

Ketten, Ringe + Co.

Schmucke Stars

Als wäre das funkelnde, maßgeschneiderte Kleid von Versace noch nicht genug, trägt Jennifer Lopez auch noch ziemlich auffälligen Schmuck von Tiffany, den sie sich selbst aussuchte. Neben funkelnden Armbändern mit 70 Karat, trägt sie Ringe mit sechsstelligen Preisen, sodass der Schmuck an ihren Händen insgesamt umgerechnet circa 1.5 Millionen Euro kostet. Und da sind die fast versteckten Ohrringe noch nicht mit dabei... 
Die Ohrringe aus der ersten "Tiffany & Co. Blue Book collection" von Reed Krakoff haben kleine mit edelsten Diamanten besetzte Plättchen und hängen unter ihrer Mähne. Der Preis ist nicht bekannt, aber da es die einzigen ihrer Art sind, haben sie höchstwahrscheinlich einen sehr hohen Wert. 
Für Cardi B war es der erste Red-Carpet-Auftritt seit der Geburt ihrer Tochter Kulture. Ihr Wow-Dekolleté braucht nicht viel Schmuck um alle Blicke auf sich zu ziehen. Ihre riesigen grünen Smaragdohrringe sollen über vier Millionen Dollar gekostet haben. 
Olivia Munn trägt zu ihrem schimmernden Kleid eine Kette der kalifornischen Schmuck-Designerin Anita Ko. 

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