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Prinzessin Deena Aljuhani Abdulaziz Arabiens Anna Wintour

Prinzessin Deena Aljuhani Abdulaziz
Prinzessin Deena Aljuhani Abdulaziz
© WireImage.com
Prinzessin Deena wagt den Balanceakt: In der ersten "Vogue" des gesamten Nahen Ostens will sie den westlichen Lifestyle präsentieren – mit Rücksicht auf die Traditionen der Region

Vor ihr verneigt sich sogar der Schuh-Gott

Christian Louboutin kreierte für Prinzessin Deena Aljuhani Abdulaziz eigens das Modell "Deena", einen spitzen Slingpumps mit halbhohem Heel. Weil sie all das verkörpert, was er schätzt. Stil. Eleganz. Klassische Schönheit. Als hervorstechendste Eigenschaft könnte man dennoch ihren Pioniergeist bezeichnen. Gerade lancierte die 41-Jährige als Chefredakteurin die erste "Vogue der arabischen Welt. Zunächst online auf en.vogue.me. Im Frühjahr gibt es dann das erste Heft.

Fingerspitzengefühl ist gefragt

Da dürfte "Vogue"-Ikone Anna Wintour andere Prioritäten haben. Prinzessin Deena muss sich fragen: Wie kann man knappe Laufsteglooks in Ländern präsentieren, in denen schon ein nacktes Knie ein No-Go ist? Lösung: Die Outfits werden von den Designern den Gegebenheiten angepasst. Diane von Furstenberg zum Beispiel, die Königin der Wickelkleider, produziert nun extra Modelle, deren Saum bis zum Boden reicht.

Sie hat den Trend früh erkannt

Das zunehmende Modeinteresse und vor allem die Absatzmöglichkeiten im Nahen Osten erkannte Prinzessin Deena schon vor dem "Vogue"-Launch. In ihrer Heimatstadt Riad (sie lebt außerdem in New York) besitzt sie den Concept-Store "D'NA", in dem solvente Käuferinnen sich mit Haute Couture eindecken können. Die Kundinnen werden zur Boutique chauffiert. Was aber nicht nur mit Bequemlichkeit zu tun hat: In Saudi-Arabien ist es Frauen untersagt, selbst ein Auto zu steuern.

In Dubai geht es etwas weniger restriktiv zu

Prinzessin Deena: "Riad würde ich mit Washington vergleichen, Dubai ist wie Las Vegas." Deshalb produziert sie die "Vogue" mit einem 25-köpfigen Team in Dubai. Aber auch dort wird ihr kritisch auf die Finger geschaut, das weiß sie. Klug vorausschauend nennt sie ihr Magazin daher einen "Liebesbrief an Arabien". Neben Tipps fürs Hairstyling unterm Schleier findet man Fotos mit weich fallenden Outfits und Bilder einer ungewohnt züchtig bekleideten Kate Moss.

Sie hat die Traditionen und Dresscodes ihrer Welt verinnerlicht

Bei Events fällt sie dadurch auf, dass sie Schultern und Knie bedeckt hält. Für die Modewelt kein Problem: Deena Aljuhani Abdulaziz ist eben Fashionista auf ihre eigene Weise. Ausgestattet mit den größten finanziellen Mitteln.

Gala


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