Olympia 2016: Diese Modepanne sorgt für einen Rechtsstreit

Die Olympiade 2016 fand gestern seinen krönenden Abschluss. Bei der pompösen Schlussfeier überraschte die deutsche Mannschaft jedoch mit neonfarbenen Sneaker von adidas. Diese Modepanne sorgt nun für einen Rechtsstreit

Handfester Krach im deutschen Olympia-Lager. Bei der gestrigen Abschlussfeier trug die deutsche Mannschaft neonfarbene Sneaker von adidas – nicht aber Modelle des eigentlichen Schuh-Ausstatters Sioux. Warum?

Die schwäbische Schuhmarke Sioux gab in der vergangenen Woche bekannt, dass sie ihren Ausstatter-Vertrag nach 44 Jahren zum Ende diesen Jahres auslaufen lassen möchten. So lange trug das deutsche Olympia-Team während den Spielen bei offiziellen Anlässen, etwa der Eröffnungsfeier, Schuhe von Sioux.

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Diese Sneaker sorgen für einen Skandal.

Sioux lässt Ausstatter-Vertrag auslaufen

Gründe dafür nennt Sioux-Boss Lewin Berner: "In den vergangenen Jahren haben sich die olympischen Spiele immer mehr vom eigentlichen Sinn entfernt: Statt vom olympischen Geist werde das Konstrukt Olympia heute rein von kommerziellen Interessen dominiert, einerseits von großen multinationalen Konzernen, andererseits von Spitzen-Sport-Organisationen."

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Der deutsche Olympische Sportbund kündigte damit den Vertrag mit Sioux fristlos. Man habe "die Olympische Bewegung in Misskredit gebracht".

Unsportliche Reaktion des DOSB

Lewin Berner ist sowohl traurig als auch entsetzt: "Wie unsportlich. Ist das die angemessene Reaktion auf sachliche Kritik"? Er fürchtet außerdem negative, wirtschaftliche Nachteile für sein Unternehmen: Wäre die fristlose Kündigung wirksam, so müsste er quasi über Nacht alle Geschäftspapiere, Kataloge und Broschüren mit Olympia-Logo vernichten. Auch die Kartonage unzähliger Schuhe müsste geändert werden. Sioux und der DOSB werden wohl sich wohl bald vor Gericht wiedersehen.

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