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Neues Gesetz Diese Änderung wird die Modebranche revolutionieren

Ein neues Gesetz in Frankreich könnte die Modebranche in Hinblick auf Figurideale und Magersucht komplett verändern

In Frankreich wurde jetzt ein Gesetz verabschiedet, das helfen soll, unrealistische Bilder in Werbungen zu vermindern. Ab dem 1. Oktober müssen Modefotos eine Kennzeichnung tragen, falls das Aussehen des Models in irgendeiner Art und Weise verändert oder retuschiert wurde.

Magazine, Internet, Fernsehen und Plakate müssen Stempel tragen

Bearbeitete Bilder werden sowohl in Magazinen, als auch im Internet, auf Plakaten und im Fernsehen mit einem Stempel "photographie retouchée" (dt. retuschiertes Bild) versehen werden müssen. 

Regelmäßige "Body Mass Index"-Kontrollen für Models

Zudem müssen sich französische Models schon seit einer Weile regelmäßigen, medizinischen Untersuchungen unterziehen, die alle zwei Jahre bescheinigen, dass sie fit und gesund genug sind, um zu arbeiten. Vor allem der "Body Mass Index" (BMI) soll berechnet werden und Auskunft darüber geben, ob die Models vielleicht untergewichtig sind. Laut Weltgesundheitsorganisation wird jemand als untergewichtig eingestuft, wenn der BMI unter 18.5 liegt und gilt bei einem BMI unter 16 als ernsthaft gefährdet.

Schutz vor unrealistischen Schönheitsidealen 

"Junge Leute diesen Bildern von normativen und unrealistischen Körperidealen auszusetzen, führt zu einer Art Selbstironie und einem niedrigen Selbstwertgefühl, die zu gesundheitsgefährdendem Verhalten führen", sagt Marisol Touraine, Frankreichs Ministerin für Gesundheit und Sozialwesen, in einem Statement.

Das Gesetz soll nicht nur die Models selbst vor Gefahren schützen, sondern Menschen im Allgemeinen, denen in Modekampagnen ein unrealistisches Schönheitsideal vermittelt wird. 

An dem Gesetz wird seit acht Jahren gearbeitet. Frankreich ist nicht das erste Land, das den Kampf gegen zu dünne Models auf den Laufstegen und in Kampagnen angeht. Laut "Spiegel Online" kann es Labels bis zu 75.000 Euro kosten, wenn sie Models ohne Gesundheitsbescheinigung beschäftigen. 

lho Gala

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