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Motsi Mabuse Über Body Positivity und die Relevanz guter Unterwäsche

Motsi Mabuse
© Rolf Vennenbernd / Getty Images
Motsi Mabuse ist ein Sonnenschein in Person und ein Superstar in Deutschland. Bekannt geworden ist sie als Tänzerin in der RTL-Show "Let's Dance", bei welcher sie nun bereits ins 11. Jahr als Jurorin geht. In England ist sie seit 2019 in der Jury für "BBC Strictly Come Dancing" und begeistert dort seither die Fans.  

Auch für ihre positive und starke Ausstrahlung ist  Motsi Mabuse, 40, seit Beginn ihrer Karriere bekannt. Ihre Einstellung zu sich selbst und ihrem Leben ist dabei ein wichtiger Aspekt, der deutlich macht, wie stark sie wirklich ist. Mit GALA spricht sie als Markenbotschafterin von ANITA & ROSA FAIA exklusiv über Body Positivity, Self-care, die passende Unterwäsche und warum Dankbarkeit so wichtig ist. 

Motsi Mabuse im Gala-Interview

GALA: Body Positivity sowie Body Neutrality und Self-care sind großen Themenbereiche und werden immer relevanter. Was bedeutet Body Positivity für dich persönlich?

Motsi Mabuse: Eine gesunde Einstellung zu sich selbst entwickeln, bewusst mit dem eigenen Körper umzugehen und ihm auch Mitgefühl gegenüber zu zeigen.  Es gibt Momente, in denen du sagst, dass du etwas tun und ändern musst, weil es nicht mehr gesund für dich ist. Da musst du dann auf dich und deinen Körper hören und die Entscheidung treffen, mehr Acht auf dich zu geben. Hier geht es absolut nicht darum, sich die Anerkennung anderer zu holen, sondern ganz bewusst zu wissen, was du selbst möchtest. Es muss im Kopf ankommen, dass wir alles nur für uns tun sollten.

Und was bedeutet Self-care für dich? Was tust du an Tagen, an denen du dich gar nicht gut fühlst?

Das Wichtigste ist, zumindest habe ich das in den letzten Jahren für mich gelernt, dass ich Achtsamkeit übe und mir auch einfach Zeit für mich nehme. Man ist in so vielen Bereichen immer nur für andere da und deshalb ist es wichtig, einfach nur mal für sich selbst da zu sein. In dieser Welt ist das manchmal gar nicht so einfach, weil alles immer schneller wird und wir uns dabei kaum Zeit für uns selbst einräumen. Irgendwann habe ich jedoch gelernt, Prioritäten setzen. Für mich sind das meine Familie, der Tanz, aber eben auch kleine Momente für mich. Sei es beim Nägel lackieren oder bei einem ausgiebigen Bad. Es ist schon mit den kleinsten Mitteln möglich, sich eine schöne Atmosphäre nur für sich selbst zu schaffen. 

Wie hast du gelernt, dich und deinen Körper zu akzeptieren?

Das ist wirklich ein Thema, über das wir sehr lange sprechen können. Ich persönlich finde, dass es dabei immer darum geht, wie es einem selbst geht. Also wie fühlst du dich im Inneren. Fühlst du dich innerlich auch gesund? Wenn es dir mental gut geht, kann es dir auch äußerlich besser gehen und dann lernst du, deinen Körper zu akzeptieren. Vielleicht sagst du auch, dass du deinen Körper verändern möchtest, damit du dich wohler fühlst. Also sobald dich etwas unglücklich an dir selbst macht, kannst du es ändern. Diese Probleme fangen aber im Inneren an und beeinflussen dann deine Wahrnehmung von dir selbst. Den meisten Menschen geht es früher oder später mal schlechter, weil sie sich vermehrt an den gesellschaftlichen Schönheitsidealen orientieren. Trotzdem bleibt dabei immer die Frage, wie gut es einer Person an welcher Stelle in ihrem Inneren geht und wie dieses Gefühl dann nach Außen transportiert wird. Die mentale Gesundheit ist für mich somit viel wichtiger, um dann die äußere Gesundheit zu akzeptieren, zu erkennen und dann vielleicht zu verändern. 

Ich muss zum Beispiel im Urlaub mit meiner Tochter nicht immer beweisen, dass ich stark bin. Denn ich weiß nämlich, dass ich die Stärke in mir habe. 

Wann fühlst du dich besonders stark und selbstbewusst?

Ich sage immer, aber nein (lacht). Ich bin selbstbewusst, weil ich weiß, dass ich schwierige Sachen machen kann. Im Inneren weiß ich immer, dass wenn es sein muss, kann ich stark sein. Deshalb gibt es keinen bestimmten Punkt, an dem ich mich besonders selbstbewusst fühle. Ich weiß, dass ich viele schwere Momente in meinem Leben gemeistert habe, die mich stark gemacht haben und das bleibt mir für immer. Das kann ich dann auch nach Außen hin immer zeigen, aber mich auch emotional und verletzt präsentieren, wenn es in dem Moment dann nun mal so ist. Insofern ist das auch nicht einfach eine Sache, die ich besonders in dem Moment bin, sondern etwas, das ich mit mir trage. Manchmal muss ich das zeigen und manchmal nicht. Ich muss zum Beispiel im Urlaub mit meiner Tochter nicht immer beweisen, dass ich stark bin. Denn ich weiß, dass ich die Stärke in mir habe. 

Mit ANITA hast du den perfekten Partner in Sachen Unterwäsche gefunden. Wie sehr trägt Unterwäsche zu deinem Wohlbefinden bei?

Unterwäsche ist für mich bei allem was ich mache absolut wichtig. Für Auftritte, beim Tanzen oder zu Hause bei meiner Familie. Es ist fast schon ein inneres Gefühl, weil passende Unterwäsche so viel ausmacht. Ein guter BH sorgt für Entspannung und Erleichterung, weil ich mich damit direkt viel besser fühle. Sobald er gut sitzt und mich unterstützt, verändert sich das ganze Gefühl. Der richtige Sitz verändert meine "Shape", unterstützt mich und lässt mich z.B. durch guten Halt besser aussehen. 

Was ist dir bei einem Sport-BH besonders wichtig?

Besonders wichtig ist mir der Support, der macht alles aus. Wenn du springst und ein Teil deines Körpers erst fünf Minuten später ankommt, ist das nicht gut (lacht). Ich achte auf eine stabile Passform, angenehmes Material und die Träger sind mir auch sehr wichtig. Sie geben mir eine Extra-Portion Unterstützung und die BHs geben mir das Gefühl, gesichert zu sein, und dennoch spüre ich sie nicht.

Sich mit der eigenen Wäsche zu assoziieren ist wichtig und vielen Personen fehlt die Repräsentation von verschiedensten Körperformen in den Medien. Wie sieht du das?

Gott sei Dank haben wir jetzt Social Media und können uns aussuchen, wen wir sehen wollen. Früher musste ich mir Magazine kaufen, die nur für einen bestimmten Typ Mensch gemacht wurden, und jetzt kann ich mir das allein und individuell aufbauen. Mittlerweile wird nicht nur noch einem Medium geglaubt, sondern es gibt mehrere und diese helfen dabei, dass Repräsentation stärker stattfindet. Bis es aber überall angekommen ist, braucht es noch etwas Arbeit. 

Zum Schluss haben wir natürlich noch Fragen zu deiner Arbeit bei "Let's Dance". Worauf freust du dich und was macht die Show nach all den Jahren für dich aus?

Ich freue mich einfach jedes Jahr aufs Neue, weil ich so viel erleben darf. Ich lerne immer wieder dazu und jede Staffel hat immer ihre eigene Geschichte. Kein Jahr ist wie das andere und das ist wundervoll. Außerdem genieße ich es einfach so intensiv, weil ich nie davon ausgehe, dass ich diese Möglichkeit für immer habe. 

Bist du mit der gleichen Intention nach England zu "BBC Strictly Come Dancing" gegangen?

Nein, nicht nur. Ich bin sehr dankbar für diese Chance, weil es für mich auch eine internationale Karriere bedeutet. Die Show hat die höchsten Einschaltquoten in England und am Ende weiß man nie, was im Leben passiert. Das ist jetzt noch eine Tür, die sich mir öffnet, von der ich nicht zu träumen gewagt hätte. Es ist großartig, die Anerkennung zu bekommen und jetzt schon drei Jahre dabei sein zu dürfen. Insofern ist alles ein Geschenk für mich und das ist schön. Ich habe damit das größte Glück der Welt. Ich gehe immer mit Dankbarkeit voran und erlebe jetzt Dinge, die ich mir als Kind nie hätte vorstellen können. 

Verwendete Quellen: Instagram.com, eigenes Interview



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