Mode-Irrtümer aufgeklärt: Darum fallen Kleidergrößen so unterschiedlich aus

Warum passt bei einem Label die Größe 38 und beim nächsten wieder nicht? Dieses Geheimnis der Modeindustrie ist nun endlich gelüftet. Von genormten Größen kann nämlich überhaupt keine Rede sein

Shopping gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen vieler Frauen

Wer glaubt, er habe in jedem Geschäft die gleiche Kleidergröße, wird allzu oft eines Besseren belehrt. So ziemlich in jedem Geschäft müssen sich Fashionistas aufs Neue nach der richtigen Kleidergröße umsehen. Aber wieso ist das so?

Dass Konfektionsgröße nicht gleich Konfektionsgröße ist wissen Insider schon lange. Hersteller variieren ihre Größen, teils aus pfiffigen Verkaufsgründen.

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Zeigt her eure Tüten

Tüten, soweit das Auge reicht: "Zwick mich", postet Karlie Kloss. Das Model befindet sich in einem wahren Dior-Traum.instagram.com/karliekloss/
Tyra Banks
Kris Jenner hat mit Tochter Kourtney Kardashian und Freund Corey Gamble bei Fendi zugeschlagen. Freudig schleppt das Trio seine Beute zum Auto.
Die Schauspielerin Calista Flockhart scheint nach ihrem Einkauf bei Barneys in New York ganz zufrieden.

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Kleidergrößen schmeicheln den Kunden

Manche Marken orientieren sich nämlich vor allem an dem Image, das sie transportieren möchten, und an der Zielgruppe, für die sie designen. Wer also seine Mode lieber an schmalen, zierlichen Frauen sehen möchte, lässt seine Konfektionsgrößen kleiner ausfallen, so dass kurvigere Frauen von der Passform fast schon "abgeschreckt" werden. Andersherum können sich Labels, deren Entwürfe für fülligere Kundinnen gut geeignet sind, mit groß ausfallenden Konfektionsgrößen erfolgreich bei der Kundschaft einschmeicheln.

Da Konfektionsgrößen gesetzlich nicht festgelegt sind, können die Unternehmen dieses Spiel beliebig weit treiben. Grundsätzlich gilt jedoch auch, dass die Mode von großen Ketten eigentlich immer kleiner ausfällt als andernorts. Das liegt an der globalen Ausrichtung einerseits, andererseits aber auch an der sehr jungen Zielgruppe, die eine schmale Taille als Statussymbol anstrebt und verheerenderweise gerne bereit ist, sich für Kleidung auf Diät zu setzen.

Plus-Size-Models

Echte Frauen haben Kurven

Curvy Model Ashley Graham beweist, dass für einen sexy Schlitz im Kleid keine Storchenbeine nötig sind. Voller Stolz präsentiert sie den Fotografen ihren Oberschenkel und sieht dabei fantastisch aus. 
Sängerin und Schauspielerin Kayley Kiyoko zeigt beim Billboard's "Women in Music"-Event, dass man Kurven auch unbedingt in auffällige Farben und Stoffe verpacken kann.
Danielle Macdonald feiert als Jennifer Anistons Filmtochter im Netflix-Film "Dumplin" ihre Premiere, und das ganz elegant im petrolfarbenen Seidenkleid.
"2 Broke Girls"-Star Kat Dennings lässt mit ihren tollen Kurven und ihrem schönen Gesicht so manchen verstummen.

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Einfach probieren und nicht stressen lassen

Wer sich dem Modezirkus widersetzen möchte, kann dies natürliich tun. Stets nur bei einem Unternehmen zu kaufen, bei dem man seine Konfektionsgrößen bestens kennt, könnte eine Lösung sein. Oder aber einfach auf Zahlen im Etikett pfeiffen, auf sein Bauchgefühl hören und nur kaufen, was gut sitzt und glücklich macht.

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