Michelle Obama : "Zu allem hatten die Leute eine Meinung"

Mit der Amtseinführung Barack Obamas avancierte auch seine Frau Michelle zu einer der meist fotografierten und diskutierten Personen der Welt. In ihrer Biografie berichtet sie jetzt, wie sie damit modisch umging

Als Barack Obama, 57, im Jahre 2009 zum Präsidenten der USA gewählt wurde, rückte nicht nur er selbst in den Fokus der Öffentlichkeit. Seine gesamte Familie stand unweigerlich im Mittelpunkt des Interesses. Michelle Obama, 54, verriet nun in ihrer Biografie, wie sie unter anderem mit dem modischen Druck umgegangen ist. 

Michelle Obama veröffentlicht ihre Biografie

Dass mit Barack Obamas Präsidentschaft auch unweigerlich seine gesamte Familie ins Interesse der Öffentlichkeit rückt, war zu erwarten. Doch wie sehr sich die Aufmerksamkeit auf ihre Garderobe verlagern würde, das war Michelle Obama vorab nicht bewusst. In ihrer Biografie "Becoming - Meine Geschichte", die "Bild" bereits in Auszügen vorliegt, beschreibt die Amerikanerin nun, wie sie sich dem Thema Mode als First Lady genähert hat.

Prinzessin Charlotte

Diesem süßen Hype kann sie nicht widerstehen

Geschafft: Jetzt kann für Prinzessin Charlotte der erste Schultag beginnen. 
Prinzessin Charlotte hat ein Faible für Einhörner: Immer wieder sieht man die kleine Prinzessin mit einem Accessoire in Form des Fabelwesens.
©Gala

Obama setzt auf Stilmix

Michelle Obama setzt auf Farben: Im Wahlkampf ihres Mannes zeigte sie sich oft sportlich und leger, setzte eher mit der Farbe ihrer Garderobe Akzente als mit auffälligen Designs. 

"Im Verlauf von Baracks Wahlkampf begannen die Leute, auf meine Kleidung zu achten. Meine Perlenketten, Gürtel, Strickjacken, die Kleider von der Stange, meine offenbar recht mutige Farbwahl beim weißen Abendkleid für die Amtseinführungs-Bälle – zu allem hatten die Leute eine Meinung. Deshalb griff ich oft auf einen Stilmix zurück. An einem Tag trug ich Sachen von Target (ein US-Discounthändler, Anm. d. Red.), am nächsten ein Kleid von Diane von Fürstenberg", schildert die heute 54-Jährige die Veränderung ihrer Beachtung in der Öffentlichkeit. Ihr Mann habe es da deutlich einfacher gehabt: 

Manchmal war ich schon neidisch, wenn Barack wieder mal den dunklen Anzug aus dem Schrank holte und, ohne sich kämmen zu müssen, zur Tat schritt.

Michelle Obama zeigte sich beim Inaugural Ball, anlässlich zur zweiten Amtszeit ihres Ehemanns, in Jason Wu. Der Designer erlangte durch die prominente Trägerin seiner Kreation internationale Bekanntheit. Ein Beispiel dafür, wie viel Einfluss eine First Lady auf die Modewelt hat.

Für ihre Outfits habe sie selbst aufkommen müssen, ihre Garderobe sei bis auf einige Abendkleider aus eigener Tasche bezahlt worden. Die Kleider, die sie zu formellen Anlässen trug, sind ihr nach eigenen Angaben unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden. Da sie mit ihrer Kleidung zahlreiche Menschen erreichte, versuchte Michelle Obama dieser eine Bedeutung zu verleihen: "Ich wollte auf amerikanische Designer aufmerksam machen, vor allem auf die etwas unbekannteren, auch wenn die alte Garde mir das bisweilen übel nahm, wie zum Beispiel Oscar de la Renta, den es angeblich wurmte, dass ich seine Kreationen nur selten trug."

Prominente unterstützen oftmals lokale Labels

Dass Michelle Obama versuchte, vornehmlich US-amerikanische Marken zu unterstützen, ist kein unbekanntes Phänomen. Unter anderem das britische Königshaus macht es sich zur Aufgabe, Labels aus dem eigenen Land bekannter zu machen. Immer wieder zeigen sich vor allem Herzogin Catherine, 36, und Herzogin Meghan, 37, in der Kleidung britischer Designer. Und kurbeln damit ordentlich die Wirtschaft an: Der sogenannte "Kate-Effekt" pumpt jährlich etwa 150 Mio. Pfund in die britische Modeindustrie. Eine nicht zu unterschätzende Marktkraft, die auch First Ladies zu nutzen wissen. 

Fashion-Looks

Der Style von Michelle Obama

Meistens trägt Michelle Obama ihr Haare glatt, aber jetzt läuft sie mit krausem Haar durch New York und ist auf dem Weg zu einem Lunch-Date mit Sarah Jessica Parker. Die Fans lieben diesen Look ganz besonders. 
In der Vergangenheit wurde die ehemalige First Lady manchmal dafür kritisiert, dass sie nicht häufiger ihren natürlichen Afro trägt und gerade jungen Mädchen damit ein Vorbild ist. Wir denken: Egal, ob mit glattem oder krausem Haar, Michelle Obama ist ein fantastisches Vorbild und inspiriert mit ihrer Lebenshaltung Frauen auf der ganzen Welt, ihren eigenen Weg zu gehen. 
Funkelnde Fashionista: Zum weißen, angesagten Hosenanzug von Acne Studios trägt Michelle Obama spitze Glitzer-Pumps von Jimmy Choo, die perfekt zu ihren Broschen am Revers passen. 
Der besondere Hingucker an Michelle Obamas Look sind jedoch ihre Nägel. Diese sind nicht nur ziemlich lang, sondern auch schrill lackiert. Der Grünton hebt sich extrem von dem hellen Hosenanzug ab.

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Verwendete Quellen: Bild, Eigenrecherche

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