Marc Jacobs Tanz auf dem Vulkan

Marc Jacobs
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Louis-Vuitton-Designer Marc Jacobs ließ sich von "Camp" inspirieren, dem Disco-Style der Siebziger
Was auf den ersten Blick als Asia-Look erscheint, stellt eine Hommage an die Disco-Ära dar
Was auf den ersten Blick als Asia-Look erscheint, stellt eine Hommage an die Disco-Ära dar
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Es ist schon außergewöhnlich,

wenn vor der Show von Louis Vuitton, einem der größten Luxus-Häuser, ein Schriftstück mit folgendem Zitat der US-Philosophin Susan Sontag an die Gäste verteilt wird: "Die Beziehung von Gelangweiltheit und Camp-Geschmack kann gar nicht überschätzt werden." Die Dekadenz einer partyseligen Konsumgesellschaft inspirierte demnach Marc Jacobs, Kreativdirektor von Vuitton. "Der Satz von Susan wurde Mitte der Sechziger veröffentlicht", erklärt er. "Nichts an meiner Kollektion ist natürlich. Alles ist wahnsinnig stilisiert und übertrieben. Camp schafft es, banalen Dingen Glamour zu geben." Mit der ironischen Übertreibung durch (zu) laute Farben, (zu) wilde Animal-Prints und (zu) stark geschminkte Models setzte Marc Jacobs einen der wichtigsten Trends: Camp, das bis zum Absturz zelebrierte Lebensmotto der Partyszene rund um das New Yorker"Studio 54" in den Seventies, ist wieder hip. "Es geht mir vor allem um eine schillernde Oberfläche", sagt Jacobs. "Das ist viel wichtiger als langweilige Kleidung." Mode soll also vor allem Spaß machen. Der Tanz auf dem Vulkan findet offenbar in der Disco statt.

Dekadenter Luxus ist Teil der Mode
Dekadenter Luxus ist Teil der Mode
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1 Goldene Sonnenbrille mit Kristallen, ca. 550 Euro; 2 Glamouröser Fächer mit LV-Logo, ca. 1800 Euro; 3 Funky Pochette "Avantgarde" aus Ziegen- und Veloursleder, ca. 2200 Euro; Wilder High Heel mit Zebrakopf-Intarsie aus Leder, ca. 1100 Euro

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