Lässigkeit: Trend-Watch

Er sieht Trends kommen (und gehen). Diese Woche fragt sich Gala Fashion Director Marcus Luft: Warum denken viele, dass Lässigkeit ganz einfach ist?

Was macht man allein in einer Stadt,

wenn der Job-Termin erst am nächsten Tag stattfindet? Diese Frage stellte ich mir in Stockholm bei einer Zigarette im Park. Die Abteilung mit skandinavischen Labels des empfehlenswerten Kaufhauses PUB hatte ich bereits finanziell unterstützt, meine Interviewfragen für die Designer der Marke Gant waren längst vorbereitet. Ich beschloss, schlecht gekleidete Menschen zu zählen (Schäfchenwolken gab es an diesem herrlichen Sonntag nicht). Nach einer Stunde kam ich auf zwei niederländische Spaziergänger - zum Look von Touristen möchte ich mich hier aber nicht äußern. Viel mehr geht es darum, dass man in Stockholm mit Sicherheit die schönsten, wahrscheinlich sogar die am besten gekleideten Europäer findet. Von ihnen sollte man lernen: Männer in Flip-Flops, bei uns als Zeichen sommerlicher Coolness verstanden (warum auch immer), sah ich kein einziges Mal. Auch Frauen in bauchfreien Tops waren so selten wie günstige Bierpreise. Denn Lässigkeit hat nichts mit Nachlässigkeit zu tun, sondern mit einem selbstverständlichen Chic. Fazit: Für sein Aussehen kann man nichts. Dafür, was man daraus macht, schon...

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