Lack und Leder: Rückkehr der Domina

Sex-Fantasien und Obsessionen waren die Inspiration für die aktuelle Kollektion von Marc Jacobs für Louis Vuitton. Gala fragte den Designer, was das noch mit Mode zu tun hat …

Louis Vuitton

Die Mode ist eine launische Diva.

Gerade noch verzauberte sie alle als sinnliche Fee, im nächsten Moment gibt sie die große Romantikerin. Geht es nach Marc Jacobs, Kreativdirektor von Louis Vuitton, verwandelt sie sich nun in einen anderen Frauentyp: Jacobs verkündet die Rückkehr der Domina.

"Fetisch und andere Obsessionen haben mich in dieser Saison inspiriert", sagte Jacobs am Rande der umjubelten, knapp eine Viertelstunde dauernden Fashionshow zu Gala. Mehrere Hunderttausend Euro soll sie gekostet haben. Insgesamt buchte Vuitton 67 Models, darunter Naomi Campbell und Kate Moss. Marc Jacobs: "Ich dachte über Sex und Bondage nach, aber eben auch über die Leidenschaft vieler Frauen für unsere Taschen." Das Ergebnis: eine Kollektion mit strengen Uniform-Mänteln, schmalen Röcken und Logo-Taschen, die mit Handschellen an den Arm gekettet werden. Die Zeit der braven Looks scheint (erst mal) vorbei zu sein. Frauen sollen Stärke, fast Härte ausstrahlen.

"Ich denke, Mode ist eine Art Maske", erklärte Jacobs. "Kleidung hilft uns, eine Rolle darzustellen, die wir vor anderen gern spielen würden. Ich liebe diese Idee. Und genau deshalb verändere ich auch jede Saison die Aussage meiner Kollektionen."

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