Labelporträt: Valentino

Wenn ein Modeunternehmen für Luxus pur steht, dann ist es das Label Valentino. Hier erfahren Sie alles über das Lieblingslabel der Stars

Stars wie Schauspielerin Gwyneth Paltrow sitzen in der Front Row neben dem Designer Valentino.

Ob bei der Oscar-Verleihung oder auf dem Filmfestival in Cannes – bei den großen Events setzen die Stars nur zu gerne auf die glamourösen Kleider von Valentino. Ein Grund mehr, um die Erfolgsgeschichte des Modelabels genauer unter die Lupe zu nehmen.

Valentino als junges Talent

Labelgründer Valentino Garavani interessierte sich schon früh für die Welt der Mode. Der 1932 geborene Designer hatte zudem so viel Talent, dass er schon im Alter von 17 Jahren ein Stipendium der Haute Couture Gewerkschaft von Paris erhielt. Noch nicht einmal volljährig zog der gebürtige Italiener in die Modehauptstadt Paris, um eine Ausbildung als Modedesigner zu absolvieren. Nachdem er fünf Jahre bei Jean Desses und Guy Laroche tätig war, wollte Valentino sein eigenes Label gründen.
Der Designer hatte das große Glück aus einer wohlhabenden Familie zu stammen: Mit Hilfe einer kräftigen Finanzspritze seines Vaters konnte er bereits mit 27 Jahren sein eigenes Atelier in Rom eröffnen.

Herzogin Catherine

Großer Auftritt mit Schnäppchen-Ohrringen

Herzogin Catherine 
Herzogin Catherine legt bei einem offiziellen Termin einen strahlenden Auftritt hin. Hingucker waren vor allem die Ohrringe, welche die Herzogin für einen echten Schnäppchenpreis ergattert hat.
©Gala / Brigitte

Elizabeth Taylor als Fan der ersten Stunde

Der damalige Nachwuchsdesigner hatte abermals Glück, als ausgerechnet die damals bekannteste Schauspielerinnen der Welt Elizabeth Taylor auf die Kleider von Valentino aufmerksam wurde und ihn beauftragte, ein Kleid für eine Filmpremiere zu entwerfen. Der Beginn einer Freundschaft, die bis zu Liz Taylors Tod andauerte.

Liebling der Reichen und Schönen

Mit so einem prominenten Fan, wie Elizabeth Taylor, war es kaum verwunderlich, dass auch die Präsentation Valentinos erste Kollektion ein voller Erfolg wurde. Die Reichen und Schönen waren begeistert von den märchenhaften Roben des Designers: Neben den Damen der italienischen High Society, eroberte Valentino auch die Herzen von Hollywood-Star Audrey Hepburn und Jackie Kennedy Onassis. Letztere ließ sich sogar ihr Hochzeitskleid für die Hochzeit mit Aristoteles Onassis anfertigen. 

Valentinos Stil

Valentino liebte es, Frauen besonders elegant und glamourös und elegant aussehen zu lassen. Daher waren seine Kleider häufig mit aufwendigen Stickereien, kostbaren Perlen und edler Spitze versehen. Um einen Kontrast zu den opulenten Verzierungen zu schaffen, hielt der Designer sich bei der Wahl der Farben stets zurück und setzte bei seinen Entwürfen meist auf einfarbige Looks. Valentino verwendete am Liebsten Farben, die einen symbolhaften Charakter haben. Die Lieblingsfarbe des Modeschöpfers war ein feuriges Rot, die für Liebe und Leidenschaft steht.

Valentino legte zudem großen Wert auf körperbetonte Schnitte, die die weibliche Silhouette betonen, ohne dabei zu aufdringlich zu wirken. Die perfekte Dosis von Erotik gelang dem Designer auch durch die Verwendung fließender Stoffe, die die Figur sanft umschmeicheln.

Valentinos Nachfolger

2008 verabschiedete sich Valentino aus der Welt der Mode. Bereits 2002 wurde das Label Valentino an den Konzern Marzotto verkauft, der später zur Valentino Fashion Group wurde.

Valentinos Nachfolge als Chefdesigner trat zunächst Alessandra Facchinetti an. Die Designerin war zuvor bei Miu Miu, Gucci und Moncler tätig. Doch trotz ihrer Erfahrung in der Fashion-Branche stand sie nur ein halbes Jahr an der Spitze des Unternehmens.

Anschließend wurde das Design-Duo Maria Grazia Chiuri and Pier Paolo Piccioli als gemeinsame Kreativdirektoren eingesetzt. Da die beiden Modeschöpfer bereits viele Jahre für das Label Valentino tätig waren, waren sie die perfekten Kandidaten für Valentinos Nachfolge.

Sie bleiben dem Stil des Labelgründers treu und schaffen es mit kleinen Veränderungen, etwas Eigenes zu kreieren. Beispielsweise setzen sie bei ihren Kollektionen nicht mehr so stark auf symbolträchtige Farben, sondern designen ebenfalls Kleidung in Nuancen von Beige und Grau.

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