Kanye West: Robin Hood der Mode

Luxus-Rapper Kanye West zeigte gerade auf der New Yorker Fashion Week seine Kollektion für Adidas. Jetzt äußerte er sich zu seiner Philosophie: Er will Mode für die Massen machen - fernab von Size Zero

Er ist reich, inszeniert sich und seine Familie gern plakativ und steht für einen luxuriösen Lifestyle: der Rapper Kanye West. Trotzdem will er Mode für die Massen machen - und zwar fernab von Size Zero, der Minigröße, die sinnbildlich für den von Hollywood diktierten Magerwahn steht. Wie kann der 37-jährige Kanye West sich dann als "Robin Hood der Fashionindustrie" sehen?

Der Rapper ('Gold Digger') zeigte letzte Woche zwar seine neue Zusammenarbeit mit der Sportmarke Adidas bei der Fashion Week in New York, betrachtet sich aber trotzdem nicht als Designer, wie er gegenüber "style.com" betonte. Sein Ziel sei es einfach nur, erschwingliche Mode für die Massen zu machen.

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"Ich gehe das Machen von Klamotten wie Robin Hood an", erklärte er auch mit Hinblick darauf, dass der typische Size-Zero-Trend bei ihm keinen Platz findet. Dass er mit dieser Tradition bricht, wird natürlich auch an seiner Ehefrau Kim Kardashian (34, 'Keeping Up with the Kardashians') deutlich. Die erschien zu seiner Modenschau in den Kreationen ihres Mannes und nahm mit der gemeinsamen Tochter North neben Promi-Kollegen in der Frontrow Platz. Seine anderthalbjährige Tochter North West, die gerne als dunkel-gekleidetes Modepüppchen ausstaffiert wird, trug sogar eine kugelsichere Weste aus seiner Kollektion.

Seine kleine Tochter North West wurde anlässlich der Adidas-Show für die Front Row in ein Kollektionsstück gekleidet, eine kugelsichere Weste, wie jetzt bekannt wurde. Ihre Mutter Kim Kardashian sieht in ihrer Tochter und ihrem Ehemann Kanye West "Twins" (auf Deutsch: Zwillinge), wie sie jetzt auf ihrem Instagram-Account postete.

Obwohl Kanye in den letzten Jahren schon zahlreiche Kollektionen auf den Markt brachte, beteuerte er, weniger Designer als vielmehr "Problemlöser" zu sein. "Ich würde mich nicht als Designer sehen. Ich will einfach Lösungen für Probleme vorschlagen, mit denen ich, meine Frau und meine Freunde konfrontiert sind. Ich setze mich mit einer Gruppe von Problemlösern zusammen und sage: 'In dieser Situation hätte ich gerne das hier.' Und dann habe ich dank meines Kunsthintergrundes - meines Herzhintergrundes - eine Sichtweise auf Farben, die ich schon immer rüberbringen wollte", erklärte er.

Er wolle nach der Kooperation mit Adidas nicht größenwahnsinnig werden, betonte Kanye West. Es gibt allerdings Menschen, die meinen, dass er genau das schon ist. Mit einem "Robin Hood der Mode", also einem Rächer der Armen, hatte ihn bislang sicher noch niemand assoziiert.

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